Politik jungen Leuten näherbringen

Bietigheim (waa) – Mitarbeiter der Jugendförderung stellen bei jungen Leuten wachsendes politisches Interesse fest. Der Bietigheimer Jugendbeirat lädt zur Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten.

Freuen sich schon auf lebhafte Diskussionen: Die Mitglieder des Jugendbeirats Bietigheim und ihre Unterstützer. Foto: Heiner Wirbser

© ser

Freuen sich schon auf lebhafte Diskussionen: Die Mitglieder des Jugendbeirats Bietigheim und ihre Unterstützer. Foto: Heiner Wirbser

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, dessen ist sich der Jugendbeirat Bietigheim gewiss. Um auch andere junge Menschen und Neuwähler für politische Themen zu faszinieren, organisieren die Mitglieder rund um Jugendbeiratsvorsitzenden Leo Schmitt am Freitag, 23. Juli, eine Podiumsdiskussion. Eingeladen sind die Bundestagskandidaten des Wahlkreises Rastatt und alle Interessierten.

Viel Freizeit investiert


Die vergangenen Wochen waren anstrengend für die Mitglieder des Jugendbeirats Bietigheim: Francis Matz, Raissa Geiselhardt, Emely Bültena, Lenja Bültena, Vanessa Pfeilsticker, Justin Droll und Leo Schmitt. Für sie stellte neben dem Ideensammeln zu einem Walderlebnispfad und einem Dirtbike-Parcours insbesondere die Koordination und Planung der Podiumsdiskussion eine besondere Herausforderung dar. Um die politische Bildung anderer Jugendlicher und junger Erwachsener zu fördern, haben sie alle viel ihrer freien Zeit investiert und interne Aufgabenverteilungen vorgenommen. Selbst ein Moderationstraining haben sie durchlaufen, um die Diskussionen eigenständig leiten zu können.

Bildung, Klimaschutz und Corona im Blick

Den drängenden Fragen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen wollen sich die Bundestagskandidaten Kai Whittaker (CDU), Thomas Gönner (Grüne), Verena Bäuerle (AfD), Gabriele Katzmarek (SPD) und Tudor Costin (Linke) stellen. Besonders die Themenschwerpunkte Bildung, Klimaschutz und Corona liegen den Jugendlichen am Herzen. In mehreren Runden wird daher die Möglichkeit bestehen, Fragen zu diesen Themengebieten zu stellen, Bedenken zu äußern und in den unmittelbaren und persönlichen Austausch mit den Bundestagskandidaten zu gehen.

Bei der Planung der Veranstaltung erhält der Jugendbeirat unter anderem Unterstützung durch die pädagogischen Fachkräfte Dilara Corneli und Martina Schauer, die im Bietigheimer Jugendraum sowie im Jugend-, Familien- und Seniorenbüro tätig sind.

Auch Alexander Maiter von der Kinder- und Jugendförderung Rastatt beobachtet in diversen Arbeitskreisen das wachsende Interesse der jungen Menschen an politischen Themen und stärkt dem Jugendbeirat bei der Planung und Durchführung den Rücken. Saskia Stößer, Kreisjugendreferentin des Landkreises Rastatt, ist „begeistert und stolz“ auf die selbstständige Arbeitsweise und Vernetzungsgabe der Jugendbeiratsmitglieder. Und auch Bietigheims Bürgermeister Constantin Braun spricht ein „großes Lob“ aus. Für ihn sei der uneingeschränkte und wichtige Einsatz der Mitglieder für ihre Altersgenossen „nicht selbstverständlich“.

Das Angebot der Podiumsdiskussion richtet sich explizit nicht nur an Bietigheimer, vielmehr hofft der Jugendbeirat auch auf einen Zustrom aus den Nachbarkommunen. Die Veranstaltung soll den Jugendlichen und jungen Erwachsenen neben dem politischen Austausch besonders auch eine Gelegenheit geben, untereinander neue Kontakte zu knüpfen. Gerade dies, so Stößer, sei in den vergangenen Monaten der Corona-Krise nur sehr bedingt der Fall gewesen.

Interessierte können sich bis zum 16. Juli über die Website der Gemeinde anmelden. Teilnehmer müssen einen negativen Corona-Test vorweisen. Der Einlass erfolgt am 23. Juli um 17.30 Uhr im Alten Tabakschuppen und wird durch den Caritas-Verband geregelt.

Ihr Autor

BT-Volontärin Alena Wacker

Zum Artikel

Erstellt:
7. Juli 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.