Polizei sieht Edeka-Zufahrt kritisch

Rastatt (ema) – Ein Unfall im Bereich Badener Straße/Südring rückt die Einfahrt des neuen Edekamarkts in den Fokus. Die Polizei sieht die dortige Lösung kritisch.

Aus Sicherheitsgründen sieht die Polizei die Parkplatz-Zufahrt von der Badener Straße zwischen Südring (rechts unten) und Vogesenstraße (oben) kritisch. Foto: Frank Vetter

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Aus Sicherheitsgründen sieht die Polizei die Parkplatz-Zufahrt von der Badener Straße zwischen Südring (rechts unten) und Vogesenstraße (oben) kritisch. Foto: Frank Vetter

Aus Sicht der Verkehrsexperten des Polizeipräsidiums Offenburg ist die Erschließung des neuen Edekamarkts in der Badener Straße nach wie vor kritisch zu sehen. Diese Einschätzung bekräftigte die Behörde nach einem Verkehrsunfall vor wenigen Tagen im Bereich Badener Straße/Südring, bei dem eine 21-jährige Autofahrerin leicht verletzt wurde.

Die Polizei hat demnach bereits bei der Anhörung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan für den Edekamarkt ihre kritische Einstellung zu Protokoll gebracht, ohne im Rathaus Gehör gefunden zu haben. Die Polizei verweist darauf, dass die Badener Straße (B3) eine der Hauptverkehrsachsen in Rastatt ist, die in der Rushhour mehrmals täglich erheblich belastet sei und als Bedarfsumleitungsstrecke stark in Anspruch genommen werde.

Lage wird weiter kritisch beobachtet

Bei den Verkehrssicherheitsexperten ist es auf Unverständnis gestoßen, dass zwischen den Einmündungen Vogesenstraße und Südring eine zusätzlich Erschließung von der Badener Straße beibehalten wurde.

Die Polizei hätte es dagegen begrüßt, wenn der Verkehr ausschließlich über die Vogesenstraße auf den Parkplatz des Supermarkts geführt worden wäre. „Gerade die Attraktivität in Bezug auf Gehweggestaltung und Radfahranbindung könnte dadurch deutlich verbessert und die Verkehrsführung sicherer gestaltet werden“, so die Haltung der Verkehrsexperten.

Dennoch sieht die Polizei aufgrund der aktuellen Verkehrsunfallentwicklung noch keinen Anlass, im Bestand irgendwelche Anregungen oder Empfehlungen auszusprechen, heißt es auf Anfrage des BT. Man werde aber die Lage „weiterhin kritisch beobachten“.


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