Post zieht in die Schloss-Galerie um

Rastatt (ema) - Wer künftig zu Post oder Postbank am Kapellenbuckel will, muss sich leicht umorientieren. Das Unternehmen wird in die Schloss-Galerie auf der anderen Seite der Bahnhofstraße umziehen.

Scheibchenweise hat sich die Post von ihrem Traditionsstandort verabschiedet. Foto: Egbert Mauderer

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Scheibchenweise hat sich die Post von ihrem Traditionsstandort verabschiedet. Foto: Egbert Mauderer

Die Postbank als Mieter war in Zugzwang geraten, nachdem die Stadt Rastatt das Gebäude für rund drei Millionen Euro gekauft und Eigenbedarf angemeldet hatte. Der Mietvertrag mit der Postbank war Mitte dieses Jahres ausgelaufen; auf Wunsch des Unternehmens einigte man sich auf eine Verlängerung bis Ende dieses Jahres.

Jetzt ist die Postbank fündig geworden. Das gesamte Filialteam werde voraussichtlich Mitte November an den neuen Standort in der Schloss-Galerie umziehen, sagte ein Unternehmenssprecher dem BT. Der genaue Termin stehe indes noch nicht fest. Die neue Filiale werde barrierefrei gestaltet sein; das Produkt- und Leistungsangebot bleibe unverändert erhalten.

Nach Auskunft des Center-Managements der Schloss-Galerie siedeln sich Post/Postbank im ersten Obergeschoss neben C&A auf 400 Quadratmetern an; die Ausbauarbeiten in den bislang leer stehenden Räumen würden bereits laufen.

Mit dem Standortwechsel verliert das Gebäude seinen letzten Bezug zur Post. Bereits 2018 hatte die Post ihre Postfachanlage sowie den Zustellstützpunkt mit rund 70 Mitarbeitern in die Industriestraße verlagert.

Belegungskonzept wird noch abgestimmt

Mit dem bevorstehenden Auszug wird der Weg frei für die weitere räumliche Umorganisation der Stadtverwaltung. Seit November vergangenen Jahres ist bereits der Fachbereich Gebäudemanagement in dem prägenden Gebäude untergebracht, nachdem man rund 740.000 Euro in Umbau und Sanierung investiert hatte. Die Mitarbeiter nutzen das zweite Obergeschoss sowie Teile des ersten. Zu den weiteren Optionen hält sich die Stadtverwaltung bedeckt. Das Belegungskonzept werde noch abgestimmt; zum Jahreswechsel soll es vorliegen, bevor sich der Gemeinderat damit befasst. Klar zu sein scheint immerhin, dass man das dritte Obergeschoss nicht nutzen wird, weil die Raumhöhe nicht ausreiche. Das Postamtsgebäude war 1928 auf dem Gelände der zuvor abgerissenen Wilhelmskaserne eingeweiht worden.

In der Vergangenheit brachte die Verwaltung verschiedene Nutzungsoptionen zur Sprache. Als erstrebenswert gilt offenbar eine öffentliche Nutzung im Erdgeschoss, zumal der Postplatz – künftig Willy-Brandt-Platz – nach seinem Umbau deutlich attraktiver werden soll. Diskutiert wurde bereits, die Tourist-Info ins Erdgeschoss zu verlagern. In die Überlegungen brachte Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch auch die Idee ein, den Ratssaal aus dem historischen Rathaus ins Post-Gebäude zu verlagern.


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