Pressechefin der Nordischen Ski-WM aus Baden-Baden

Baden-Baden (nd) – Aus dem Schwarzwald ins Allgäu: Die gebürtige Baden-Badenerin Miriam Frietsch koordiniert als Pressechefin der Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf Journalisten aus aller Welt.

„Unglaublich viel Organisation“: Für Miriam Frietsch ist die Nordische Ski-WM in diesem Jahr ihre erste als Pressechefin, dabei war sie aber auch schon 2005.   Foto: Oberstdorf2021

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„Unglaublich viel Organisation“: Für Miriam Frietsch ist die Nordische Ski-WM in diesem Jahr ihre erste als Pressechefin, dabei war sie aber auch schon 2005. Foto: Oberstdorf2021

„Unglaublich viel Organisation“, so beschreibt die 40-jährige Pressechefin ihren Job bei der Ski-Weltmeisterschaft. Die Badenerin ist zuständig für den kompletten Medien- und Kommunikationsbereich, plant den Ablauf für über 150 Journalisten aus der ganzen Welt und steuert Pressekonferenzen- und Mitteilungen. Das alles unter den aktuellen Corona-Bedingungen geregelt zu bekommen und gute Arbeitsbedingungen zu schaffen, stellt nicht nur die Pressechefin vor besondere Herausforderungen. Auf dem gesamten Gelände herrschen strenge Regeln, die zum Beispiel das Tragen einer FFP2-Maske zu jeder Zeit vorsehen und den Alkoholkonsum auf dem kompletten Areal untersagen. Auch geselliges Beisammensein nach den Wettkämpfen ist nicht möglich.

Jeder Einzelne muss mithelfen

Viele freiwillige Helfer sorgen für die Einhaltung der Vorschriften, aber letztlich wird „an die Eigenverantwortlichkeit“ aller Beteiligten appelliert. „Jeder Einzelne muss hier mithelfen, damit es funktioniert. Das wurde von Anfang an sehr offen kommuniziert und auch gut angenommen“, berichtet die Kurstädterin.

Die wohl spürbarste Regelung ist das Verbot von Zuschauern: Wo bei den Weltmeisterschaften in Oberstdorf 1987 und 2005 noch gejubelt und gefeiert wurde, herrscht heute gähnende Leere auf den Zuschauerplätzen. „Es ist natürlich eine ganz andere WM als alle bisherigen. Aber deshalb ist sie nicht schlechter oder besser“, erklärt Miriam Frietsch. Auch wenn die Zuschauer natürlich fehlen, herrscht ihrer Meinung nach dank der vielen vertretenen Nationen bei Sportlern, Helfern und Presse trotzdem ein besonderes Ambiente.

Lebensmittelpunkt in Sonthofen

Dieses außergewöhnliche Ereignis wird der 40-Jährigen aber bestimmt nicht nur aufgrund der untypischen Zustände in Erinnerung bleiben. Es ist die erste Nordische Ski-Weltmeisterschaft, die sie als Pressechefin betreut. 2005 war sie zwar auch schon dabei, damals aber noch auf der „anderen Seite“ – für den Deutschen Ski-Verband tätig. 2006 zog sie nach abgeschlossenem Studium ins Allgäu, wo sie als Kind und Jugendliche schon viel Zeit verbracht hatte. Sie nahm eine Stelle in der Oberstdorfer Tourismus-Abteilung an, wo sie heute als Leiterin für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit arbeitet. Ihren Lebensmittelpunkt hat sie in Sonthofen, also nur rund 20 Autominuten von Oberstdorf entfernt. Und auch die Kurstadt ist immer wieder Ziel: „Ich versuche schon, noch regelmäßig in die badische Heimat zu fahren, um Familie und Freunde zu besuchen.“

Nach der Weltmeisterschaft und ihrem Einsatz als Pressechefin wird sie direkt in ihren „normalen Job“ zurückkehren, Zeit zum Runterkommen bleibt ihr keine – „schließlich endet das Turnier nicht mit dem letzten Tag der Weltmeisterschaft, sondern es muss einiges aufbereitet werden“, erzählt Frietsch. Bei ihrer aktuell prall gefüllten Agenda bleibt wenig Luft, um die Wettkämpfe selbst zu verfolgen. Die begeisterte Ski-Fahrerin hätte gerne den nordischen „Exoten-Langlauf“ gesehen, der traditionell schon vor der Eröffnungsfeier der Startschuss in die WM ist. Aufgrund ihres hohen Arbeitsaufkommens war das aber nicht möglich. Der Auftakt der Weltmeisterschaft bringe aber naturgemäß immer mehr Aufwand mit sich und sie hofft, zumindest die deutschen Mannschaften live erleben zu können.

Ihr Autor

Natalie Dresler

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Erstellt:
3. März 2021, 10:03 Uhr
Lesedauer:
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