Pro 7 auf Eis-Dreh in Gaggenau

Gaggenau (agdp) – Wie schmeckt, was man schleckt? Seit Eis-Rimini sich bei allerlei Wettbewerben mit den Besten der kalten Zunft misst, ist man auch außerhalb des Murgtals gefragt.

Der Sender Pro 7 begibt sich im Murgtal auf Geschmacksspurensuche bei Alessandro Cimino. Foto: Christiane Krause-Dimmock

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Der Sender Pro 7 begibt sich im Murgtal auf Geschmacksspurensuche bei Alessandro Cimino. Foto: Christiane Krause-Dimmock

Der TV-Sender Pro 7 schlug deshalb am Wochenende im Murgtal auf. Längst an den Rummel gewohnt, welchen Kamerateams verursachen, blieb Rimini-Chef Alessandro Cimino entsprechend „cool“, als er im Fokus stand und das Fernsehen fragte: „Wohin geht der Trend? Was kommt vorzugsweise in die Waffel?“

Ein bisschen hatte sich die kleine Crew schon zu diesem Thema im Vorfeld in der Fachwelt umgetan und letztlich einen Betrieb exemplarisch ausgewählt. Die Wahl führte in die Gaggenauer Fußgängerzone, wo schon am Samstagvormittag bei strahlendem Sonnenschein die kleinen Tischchen im Außenbereich gut besucht waren. Ein bisschen Café, ein wenig Gelato ...

Aber welche Sorte punktet denn nun? Eine Frage, über die sich trefflich streiten lässt. Ob die aktuelle Geschmacksrichtung, die auf einen Vorschlag des Verbands Uniteis zurückgeht, bei den Gästen ankommt, muss der Sommer zeigen. Doch spätestens am Ende der Saison weiß dann vermutlich fast jeder Fan, wie sich eine Rosmarin-Note auf den Klassiker „Stracciatella“ auswirkt. Schmecken soll man den ungewöhnlichen Würzzusatz auf jeden Fall, zu stark darf die Note indessen nicht sein, erläutert Cimino, wie er experimentiert hat, um eine Variante zu finden, die er selbst ganz schön lecker findet.

Kreative Sorten

Aber auch andere kreative Sorten gibt es bei dem pfiffigen Italiener, der etwa eine eigene Corona-Lösung vorhält. Einem Milcheis mengte er etwa Knoblauch bei. „Doch, schmeckt“, urteilt ein Kunde, der sich vor laufenden Kameras eine solche Kugel auf die Waffel geben lässt und sich damit in die Menge verdrückt, die sich in der samstäglichen Fußgängerzone bildet. „Da ist tatsächlich eine ganze Menge Knoblauch drin“, erklärt Alessandro die Idee von der Wirkung der wenigstens zwölf Zehen bei der Herstellung. Denn der Duft, den der Konsument im Nachgang verströmt, soll ja schließlich dafür Sorge tragen, dass ihm keiner ungefragt zu nahe kommt, sprich dass sich ein jeder coronakonform artig distanziert.

„Dürfen wir Sie filmen, wenn Sie sich hier gleich ein Eis kaufen?“, fragt Kim Pflüger in der Zwischenzeit Kunde um Kunde, während ihre Kollegen munter mit der Kamera und dem Mikro bereit sind. Wie der Sommer denn schmecken wird, was die persönlichen Lieblingssorten sind und mehr hat sie dabei in Erfahrung gebracht. Die Erkenntnisse, welche in Gaggenau erlangt wurden, sollen am Dienstag in der Sendung „Taff“ zu sehen sein.

Die Cimino-Brüder waren an dem Tag für einen Ansturm gerüstet. Alessandro hatte auch Giuseppe und Gaetano, die in Plittersdorf und in Rastatt ihre eigenen Eisdielen unterhalten, einbestellt. Obendrein hatte man für ein bisschen Livemusik durch Jan-Dirk gesorgt.

2021 bis ins Weltfinale vorgedrungen

Doch ganz so heiß waren die Gäste offenbar nicht auf einen TV-Auftritt. Es blieb gesittet und amüsant, als das Eismacher-Trio Einblicke in das familieneigene Rezeptbuch erlaubte. Denn das nutzen alle drei gemeinsam, bringen sich mit einer eigenen Note ein, was ihnen ein deutsches Finale beim Gelato Festival im Jahr 2018 einbrachte und die Ciminos 2021 sogar ins Weltfinale brachte (das BT berichtete). Auch wenn es dort nicht für einen Sieg gereicht hat, wollen die Brüder beim nächsten Mal wieder am Start sein. Weil das Weltfinale erst wieder 2025 ansteht, geht es aber jetzt erst einmal ums Thema Rosmarin.

Ihr Autor

Christiane Krause-Dimmock

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Erstellt:
27. März 2022, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 39sec

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