Probleme mit Schutzausrüstung

Lichtenau (galu) – Die Corona-Pandemie hält die gesamte Welt fest in ihrem Griff. Neben dem regionalen Wegfall des kulturellen Lebens entfallen auch Besuche aus Partnerstädten und -gemeinden. Das BT hat einen Blick in die Städtepartner der Region geworfen.

Auch das sonst idyllische Serrungarina in Italien wird von Corona heimgesucht – steht aber weiterhin im Austausch mit seiner Partnerstadt Lichtenau.Stadtverwaltung Lichtenau

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Auch das sonst idyllische Serrungarina in Italien wird von Corona heimgesucht – steht aber weiterhin im Austausch mit seiner Partnerstadt Lichtenau.Stadtverwaltung Lichtenau

Für Lichtenau gibt es einen Spezialfall: Ursprünglich bestand eine Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Lichtenau und der Gemeinde Serrungarina. Am 1. Januar 2017 gab es jedoch einen Zusammenschluss mit Montemaggiore al Metauro und Saltara zur neuen Gemeinde Colli al Metauro – dadurch teilt sich Lichtenau die Partnerschaft mit zwei weiteren regionalen Gemeinden: Bietigheim und Forbach.

Die italienische Gemeinde hatte nach Angaben von Ende April rund 60 Corona-Fälle zu beklagen – bei einer Einwohnerzahl von rund 13.000 nicht herausragend viel, doch die infizierte Personengruppe verleiht der Zahl deutlich mehr Gewicht. Über die Hälfte der bekannten Fälle waren in einem Pflegeheim aufgetreten. Insgesamt 13 der Senioren starben, zehn weitere mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die gesamte Provinz Pesaro und Urbino ist stark betroffen, jedoch vermelden die Verwaltungen vor Ort bereits leicht rückläufige Fallzahlen.

Ähnlich wie auch in Frankreich wurden die Italiener bislang deutlich stärker in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt als hierzulande: Nur für Arztbesuche, zum Arbeiten oder zum Einkaufen durfte das Haus oder die Wohnung verlassen werden, ansonsten galt strikter Hausarrest. Erst gestern traten Lockerungen in Kraft.

Generell, so berichtet Lichtenaus Bürgermeister Christian Greilach, gäbe es Probleme mit der Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung, wie etwa Mund-Nasen-Masken, vor Ort, jedoch habe die Gemeinde laut eigenen Aussagen mittlerweile eine Lieferung in Aussicht. Die Lage vor Ort scheint sich insgesamt also langsam zu beruhigen, befindet auch Greilach.

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Erstellt:
5. Mai 2020, 14:00 Uhr
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