Projekt für günstiges Wohnen gefährdet

Rastatt (ema) – Das Bauprojekt für bezahlbaren Wohnraum am Stadteingang Ottersdorfer Straße stockt. Nach wie vor gebe es keine Lösung fürs Abwasser, sagt Investor Heinz Schmidt.

„Wir kommen nicht weiter“: Investor Heinz Schmidt hat das Projekt für bezahlbaren Wohnraum auf dem Krieg-Areal an der Ottersdorfer Straße bereits abgespeckt. Foto: Egbert Mauderer

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„Wir kommen nicht weiter“: Investor Heinz Schmidt hat das Projekt für bezahlbaren Wohnraum auf dem Krieg-Areal an der Ottersdorfer Straße bereits abgespeckt. Foto: Egbert Mauderer

Als der Rastatter Investor Heinz Schmidt vor drei Jahren im Gemeinderat sein Bauprojekt für bezahlbaren Wohnraum am Stadteingang Ottersdorfer Straße präsentierte, gab es am Ratstisch einhelliges Lob. Doch das Vorhaben stockt.
Schmidt, der in der Großen Kreisstadt schon viele Spuren hinterlassen hat, wollte eigentlich auf dem Bauhof-Areal des Unternehmens Krieg fünf dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit 45 Zwei-Zimmer-Wohnungen errichten. Aus wirtschaftlichen Gründen hat er bereits abgespeckt – auf 30 Wohnungen. Der Immobilienunternehmer will alle Einheiten vermieten – geplant war damals ein Quadratmeterpreis von rund 7,50 Euro. Doch es war ruhig geworden um das Projekt.

Verwaltung fordert weitere Gutachten

Einen möglichen Grund brachte SPD-Fraktionschef Joachim Fischer jetzt im Gemeinderat zur Sprache. Ihm sei zu Ohren gekommen, dass die Verwaltung dem Investor immer mehr Knüppel zwischen die Beine werfe und mit der Forderung nach Gutachten das Projekt gefährde.

Auf BT-Nachfrage wollte Schmidt das so nicht bestätigen. Aber: „Wir kommen nicht weiter.“ Der Grund: Es gebe nach wie vor keine Lösung für das Abwasser und die Verwaltung fordere weitere Gutachten. Schmidt: „Mit dem Bauprojekt selbst sind wir durch.“

Doch dem Unternehmer läuft die Zeit davon. Er verweist auf kontinuierlich drastisch steigende Preise gerade bei Baumaterialien. „Je länger das geht, desto schwieriger wird es.“ Würde Schmidt die Wohnungen verkaufen statt vermieten, dann „wäre das alles kein Problem“, sagte der Unternehmer dem BT. Man müsse nun hausintern klären, ob man an dem Konzept mit bezahlbarem Wohnraum wie geplant festhalten könne.

Ihr Autor

BT-Redakteur Egbert Mauderer

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Erstellt:
18. Juli 2021, 13:36 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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