Projekte für mehr Barrierefreiheit in Rastatt

Rastatt (galu) – Auch der Rastatter Aktionsplan Inklusion ist durch Corona beeinträchtigt worden. Einige Aktionen sind der Pandemie zum Opfer gefallen.

Um den Ein- und Ausstieg in die Busse zu erleichtern, wurde auch bei der Neugestaltung der Haltebuchten in der Kaiesrstraße die Bordsteinkante auf die Höhe der Niederflurbusse angepasst. Foto: Stadt Rastatt/Archiv

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Um den Ein- und Ausstieg in die Busse zu erleichtern, wurde auch bei der Neugestaltung der Haltebuchten in der Kaiesrstraße die Bordsteinkante auf die Höhe der Niederflurbusse angepasst. Foto: Stadt Rastatt/Archiv

„Bedauerlicherweise“, bilanzierte Margrit Wagner-Körber von der städtischen Servicestelle Inklusion im Ausschuss für Jugend, Soziales und Kultur, seien einige Aktionen der Pandemie zum Opfer gefallen, darunter die Tagung des Expertenkreises Inklusion sowie der im September geplante „Tag der Begegnung für Menschen mit Behinderungen“ und die ersatzweise geplante Aktion am „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen“ im Dezember.

Dennoch konnten insgesamt 45 von 54 geplanten Maßnahmen umgesetzt werden, zusätzlich wurden acht von zwölf weiteren Maßnahmen realisiert. Die Gesamtkosten für alle Projekte im Jahr 2020 belaufen sich auf rund 1,078 Millionen Euro. Selbstverständlich, so Wagner-Körber, werde man alle nicht erledigten Maßnahmen für die Folgejahre vorsehen.

Einige Aufzugsanlagen installiert

Besonderes Augenmerk wird auf folgende Handlungsfelder gelegt: Barrierefreiheit und Mobilität, Teilhabe an Kultur, Freizeit und Sport, Persönlichkeitsrechte und Partizipation, frühkindliche Bildung und Erziehung sowie Betreuung und Wohnen. Im Rahmen des Aktionsplans wurden dementsprechend Aufzugsanlagen in den Gymnasien ermöglicht sowie die Aufzugsanlage in der Badner Halle erneuert. Ebenso wurden die Wege auf dem Waldfriedhof erneuert und angepasst und der Murgdammweg zwischen Rheinauer Brücke und Grünanlage Gedenkstein saniert, erweitert und mit zusätzlichen Sitzbänken versehen. Weitere neue Sitzbänke sind in der neuen Ludwigvorstadt, der Draisstraße und am Murgdeich im Bereich Finkenstraße zu finden. Des Weiteren wurden die Bushaltestellen in der oberen Kaiserstraße, am Klinikum Mittelbaden und in der Oberwaldstraße barrierefrei gestaltet sowie barrierefreie Straßenquerungen in der Oberwaldstraße und der Kapellenstraße erstellt. Ebenso wurden in der oberen Kaiserstraße zusätzliche Parkplätze für Menschen mit Behinderungen angelegt.

Akustisches Leitsystem im Rossi-Haus

Im Bereich der barrierefreien Kommunikation und Information wurde ein akustisches Leitsystem im Rossi-Haus geschaffen sowie das interaktive Webportal „Rastatt inklusiv“. Zusätzlich dazu werde in offiziellen Flyern der Verwaltung leicht zugängliche Sprache verwendet und ein barrierefreies Angebot im Rahmen des Rastatter Kinosommers inklusive Übersetzung in Gebärdensprache geschaffen.

Mit Kooperationspartnern konnten im Januar und Februar noch einige generationsübergreifende Projekte für Senioren stattfinden, im späteren Verlauf des Jahres mussten Gedächtnistraining, Seniorengymnastik sowie der Mittagstisch in der Kita Pünktchen jedoch pandemiebedingt ausfallen. Diese sollen aber, zusammen mit weiteren Aktionen wie der abgesagten Aktion „Musik im Zay“ oder der Aktion „Bewegte Apotheke“ erneut in Angriff genommen werden, so Wagner-Körber. Insgesamt seien 56 Maßnahmen in diesem Jahr vorgesehen, die eine maßgebliche Steigerung der Lebensqualität und Barrierefreiheit in der Barockstadt ermöglichen sollen.

Ihr Autor

Lukas Gangl

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Erstellt:
15. Juli 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 11sec

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