Puppentheater für Erwachsene in Gernsbach

Gernsbach (BT) – Nach der Sommerpause startet Ende Oktober in Gernsbach wieder die Puppentheater-Saison für Erwachsene. Frieder Kräuter präsentiert das Stück „Kasperblues“.

Puppenspieler Frieder Kräuter bei der Premiere der Gugelhupf-Inszenierung „Kasperblues“ Ende Januar 2019 in der Stadthalle Gernsbach. Foto: Margrit Haller-Reif/Archiv

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Puppenspieler Frieder Kräuter bei der Premiere der Gugelhupf-Inszenierung „Kasperblues“ Ende Januar 2019 in der Stadthalle Gernsbach. Foto: Margrit Haller-Reif/Archiv

Mit seinem Puppentheater Gugelhupf zeigt er, wie der Zipfelmützenheld in eine Krise rutscht. In dem Abendstück „Kasperblues“ wird es nach Angaben der Gernsbacher Stadtverwaltung inhaltlich dunkel: Die Kaspertheater-Vorstellung läuft routiniert, das Ensemble wird nacheinander abgewatscht und vom Kasper über die Bühne gedroschen. Der reißt noch ein paar derbe Sprüche, triumphiert in einem schlagfertigen Finale und feiert seinen allabendlichen Sieg bei einem Stück Schwarzwälder, während Gretel die Einnahmen errechnet.

Tod, Teufel, Polizist, Krokodil und Feldhusar beklagen derweil ihre neu geschlagenen Kerben im weichen Lindenholz. 200 Jahre Jahrmarkttheater haben ihre Spuren hinterlassen, nur noch wenig Farbe schmückt ihre grobgeschnitzten Charakterköpfe. Von den seelischen Verletzungen ganz zu schweigen.

„Kasper muss weg“

Aber dieses Mal ist das Maß voll – „Kasper muss weg“-Sprechchöre tönen aus der Kasperbude, und der Teufel hat schon einen Plan. Ein Happy End scheint unwahrscheinlich. Und der Tod ist glücklich.

Wie der Blues für die populäre Musik, so ist auch der Kasper für das heutige Figurentheater eine der wichtigsten Wurzeln. Wenn also der Kasper den Blues hat, sind da zwei Urkräfte am Werk, die das Ungeschliffene zum Schwingen bringen.

In vielen Kasper-Inszenierungen des Puppentheaters Gugelhupf mischt sich der ruppige Sound der Blues-Harp (Mundharmonika) mit dem treibenden Beat des Handpuppenspiels. Es liegt nun nahe, die zwei Elemente noch dichter nebeneinanderzustellen.

Diese Kaspertheater-Vorstellung findet am Donnerstag, 28. Oktober, um 20 Uhr in der Stadthalle Gernsbach (großer Saal) statt. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf für elf Euro beim Kulturamt. Die Tickets können außerdem online unter www.reservix.de oder www.gernsbach.de gekauft werden. An der Abendkasse kosten die Tickets 13 Euro.

Aufgrund der derzeitigen Situation gibt es nach Angaben der Stadtverwaltung Gernsbach reservierte nummerierte Sitzplätze. Die Karten sind personalisiert, ein Weiterverkauf ist somit nicht gestattet. Für Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren gilt aktuell für die Dauer der Veranstaltung eine Maskenpflicht, ebenso ist für Erwachsene ein 3G-Nachweis erforderlich.

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Erstellt:
6. Oktober 2021, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 59sec

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