Quader am Bernhardusbrunnen: So geht’s nicht weiter

Rastatt (ema) – Für Bürgermeister Raphael Knoth ist das Ganze ein „leidiges Thema“: die Kollisionen von Autofahrern mit den Quadern beim Bernhardusbrunnen. Jetzt setzt im Rathaus ein Umdenken ein.

Dieser Riegel mit Sandsteinquadern am Bernhardusbrunnen sieht ganz passabel aus – noch. Foto: Frank Vetter

© fuv

Dieser Riegel mit Sandsteinquadern am Bernhardusbrunnen sieht ganz passabel aus – noch. Foto: Frank Vetter

Nach abermaligen Kollisionen von Autofahrern mit einem der Sandsteinquader in der oberen Kaiserstraße ist nun im Rathaus die Erkenntnis gereift, dass es so nicht weitergehen kann. Bürgermeister Raphael Knoth kündigte im technischen Ausschuss an, dass „dauerhaft“ eine bessere Lösung gefunden werden müsse.

Dass sich die Verwaltung nun der Macht des Faktischen beugt, gab Knoth zu erkennen, als Grünen-Stadträtin Barbara Dürr die jüngsten Unfälle aufgriff und dafür plädierte, an den Quadern Metallpfosten zu installieren, damit eine bessere Einsehbarkeit für Autofahrer erreicht werde. Aus ihrer Sicht sind die kantigen Sandstein-Elemente zu niedrig, sodass sie Pkw-Fahrer leicht übersehen könnten. Angesichts der bereits erfolgten Nachrüstung auf der Kaiserstraße mit Pollern komme es auf ein paar Säulen mehr auch nicht mehr an, meinte Dürr.

„Ratlos“ im Rathaus

Der Bürgermeister sprach von einem „leidigen Thema“. Man sei im gewissen Sinn „ratlos“, was man gegen die Unfallhäufung tun könne, gestand Knoth. Intern habe man sich bereits mit der Schadensaufnahme befasst. Jetzt will man auch den Planer der oberen Kaiserstraße einbeziehen, um eine kollisionsfreie Lösung zu finden. Nach Einschätzung von Knoth ist das Unfallpotenzial beim Bernhardusbrunnen kein Rastatt-spezifisches Problem. Aus anderen Städten habe man erfahren, dass dort ebenfalls Quader in der niedrigen Höhe umgefahren werden.

Bislang hatte man sich im Rathaus geweigert, die Verursacherrolle anzunehmen. Die Schuld schob man den Autofahrern in die Schuhe – „multiples Fahrversagen“ und Missachtung der Verkehrsregeln seien die Ursache.

Zuletzt war am Dienstagnachmittag vergangener Woche eine 28-jährige Fahrerin eines Volkswagen-SUV beim Abbiegen vom Weg abgekommen und riss den Eckquader aus der Verankerung. Der Stein ist just einer von vieren, die im Herbst wegen Unfallschäden ersetzt werden mussten (während ein weiterer an Ort und Stelle repariert werden kann) – und er war schon am 16. Februar wiederum beschädigt worden, also eine Woche bevor er nun der nächsten Kollision komplett zum Opfer fiel.

Zum Artikel

Erstellt:
2. März 2021, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.