Quer durch die Wildnis

Bad Herrenalb/Murgtal (sazo) – Schwarzwald-Guide Monika Amann ist sowohl ehrenamtlich in der Gestaltung als auch als Naturführerin auf dem „Albtal.Abenteuer.Track“ im Einsatz.

Das gewisse Etwas liegt in den Cross-Strecken, die weg vom üblichen Wanderweg quer durch die Wildnis verlaufen, sagt Schwarzwald-Guide Monika Amann über den „Albtal.Abenteuer.Track“, den sie ehrenamtlich mit gestaltet. Foto: Sabine Zoller

© sazo

Das gewisse Etwas liegt in den Cross-Strecken, die weg vom üblichen Wanderweg quer durch die Wildnis verlaufen, sagt Schwarzwald-Guide Monika Amann über den „Albtal.Abenteuer.Track“, den sie ehrenamtlich mit gestaltet. Foto: Sabine Zoller

Die Natur vor der eigenen Haustür hat Hochkonjunktur, und immer mehr entdecken das vermeintlich Unbekannte und Abenteuerliche im Nordschwarzwald. Als ausgebildeter Schwarzwald-Guide vermittelt Monika Amann nicht nur das „Abenteuer Wald“ auf verschiedenen Entdeckungstouren in die Natur rund um Bad Herrenalb als Wohltat für Körper, Geist und Seele, sondern ist zudem ehrenamtlich tätig, um stets die Markierungen des „Albtal.Abenteuer.Track“ zu prüfen und gegebenenfalls neu zu markieren (https://amanntour.de).

„Der Track ist ideal, um sich auszupowern“, erklärt Monika Amann begeistert über die sportlichen Etappen eines Trails, der über eine bequeme Anreise mit dem Albtalbähnle verfügt, weil der Bahnhof Bad Herrenalb als Start- und Zielpunkt des Abenteuer-Tracks fungiert. „Ich bin begeistert von dem Weg, der so viel schöne Landschaft zeigt und so viele schöne Plätze bietet“, lautet das Credo der Naturliebhaberin, die sich in Abstimmung mit dem Forst und den Touristikern von Albtal Plus und dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord ehrenamtlich um die Orientierung und die Wegemarkierung kümmert.

Weißes Symbol leitet die abenteuerlustigen Treck-Besucher

Dabei gilt es den auf zwei Tagestouren angelegten Trail mit den insgesamt zweimal 24 Kilometer umfassenden Rundkursen so zu markieren, dass sich keiner verlaufen kann. Als Motiv dienen dazu drei aufgesprühte Bäume und ein richtungsweisendes Dreieck, das als weißes Symbol die abenteuerlustigen Treck-Besucher leitet. „Die Markierungen sind immer dann angebracht, wenn es einen Richtungswechsel gibt“, erklärt Monika Amann, die zudem betont: „Da es auf diesem Trail keine Schilder gibt, muss man immer die Augen offenhalten.“ Für die Markierungen verwendet sie die glatten Stämme der Buchen, doch das hat auch den Nachteil, dass die Zeichen mit der Zeit vermoosen und die Forstfarbe bei starkem Regen schon mal abgeschwemmt wird.

Grund genug, mindestens einmal im Jahr die charakteristischen Kennzeichen zu überprüfen und den Trail persönlich zu begehen. Dabei gilt es pro Etappe jeweils 1.000 Höhenmeter zu bewältigen. Da der Weg auch mitten durch den Wald verläuft und teilweise über steile und unwegsame Passagen führt, gleicht er oftmals eher einer schmalen Schneise, ähnlich dem eines Wildwechselpfades, der bald wieder zuwächst.

Über umgefallene Bäume und durch das Unterholz

Keine leichte Aufgabe, die Monika Amann aber dennoch gelassen meistert. „Ich habe mich tatsächlich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet, weil ich begeistert darüber bin, dass es so etwas Besonderes in Bad Herrenalb gibt.“ Das gewisse Etwas liegt tatsächlich in den Cross-Strecken, die weg vom üblichen Wanderweg quer durch die Wildnis verlaufen und daher auch ein gewisses Maß an Kondition erfordern. „Da gibt es umgefallene Bäume und Unterholz, über das man klettern muss“, so die leidenschaftliche Wanderführerin, die lächelnd hinzufügt: „Ich versuche dabei, die Markierungen so zu platzieren, dass man auch ohne Handyinstruktionen durch den Wald laufen kann.“ Ihr auserkorenes Ziel gilt dabei dem Abschalten von der digitalen Abhängigkeit, um „einfach einmal die Natur pur zu genießen“.

Im Rennen um Deutschlands schönsten Wanderweg

Der Albtal.Abenteuer.Track führt auf der ersten Etappe ins Gaistal und über die Teufelsmühle zurück nach Bad Herrenalb. Die zweite Etappe geht bis nach Marxzell. In den kommenden Jahren sollen weitere Etappen bis nach Ettlingen folgen. „Diese Crosswanderstrecke ist einmalig im Schwarzwald“, findet Monika Amann: „Der Track führt über Pfade, unbefestigte Wald- und Steigstrecken in naturnahen Wäldern sowie befestigte Wege mit herrlichen Aussichten. Die zwei markierten Etappen sind jeweils 25 Kilometer lang und haben je rund 1.000 Höhenmeter. Auf dieser Gesamtstrecke von 50 Kilometern und 2.000 Höhenmetern kann Schwarzwald-Guide Monika Amann eine individuelle Tourplanung mit angepassten Routen und idealen Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten bieten. Geführte Wanderungen über den Albtal.Abenteuer.Track sind nach Vereinbarung mit Monika Amann möglich. Von insgesamt über 150 Wanderwegen hat es der Albtal.Abenteuer.Track bei den Wahlen zum „Schönsten Wanderweg Deutschlands“ ins Finale geschafft, ob es aber zum begehrten Platz auf dem Siegertreppchen reicht, steht noch nicht fest. Ebenfalls zu den Nominierten gehört die Murgleiter, die von Gaggenau bis auf den Schliffkopf führt.

Zum Artikel

Erstellt:
4. Juli 2021, 14:40 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 01sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.