RP packt Rastatt-Ortsumfahrung und Adenauer-Brücke an

Rastatt (ema) – Die Nord-West-Umgehung zwischen Tunnel und Tor 1 des Benz-Werks ist eine viel befahrene Strecke. Das hinterlässt Spuren. Das Regierungspräsidium will die beschädigten Straßen sanieren.

Die überlastete Kreuzung vor Tor 1 des Benz-Werks soll künftig mit drei Spuren ausgestattet sein. Dazu ist ein Eingriff in das angrenzende Wäldchen erforderlich.Foto: Archiv

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Die überlastete Kreuzung vor Tor 1 des Benz-Werks soll künftig mit drei Spuren ausgestattet sein. Dazu ist ein Eingriff in das angrenzende Wäldchen erforderlich.Foto: Archiv

Die Mängelliste ist lang: Die Fahrbahnen der L77a (Nord-West-Umgehung) und L77 (Wilhelm-Busch-Straße) sind schadhaft und weisen zum Teil starke Spurrinnen sowie Risse auf und sollen daher erneuert werden. Gleiches gilt für die Kreuzung der L77a mit der K3740 (Richtung Steinmauern und Zay). Außerdem ist die Kreuzung L77a/Wilhelm-Busch-Straße bei Tor 1 des Benz-Werks schon seit Jahren in Spitzenzeiten überlastet. Jetzt steht fest: Durch eine Verlängerung aller Fahrstreifen der L77a im Knotenpunkt soll die Leistungsfähigkeit erhöht werden, kündigt das Regierungspräsidium an. Zuletzt war noch offen, ob man für den im Zuge des Spurausbaus notwendigen Eingriff in das angrenzende Wäldchen einen Ausgleich findet.

Handlungsbedarf besteht auch bei der Konrad-Adenauer-Brücke. Insbesondere die Übergangskonstruktionen sind beschädigt und sollen daher instandgesetzt werden.

Bessere Querungsmöglichkeit für Radfahrer

Im Einzelnen ist vorgesehen: Erneuerung der Wilhelm-Busch-Straße (200 Meter vor der Einmündung zur K3769 Richtung Ottersdorf bis 300 Meter nach der Kreuzung L77/L77a) einschließlich Radweg-Sanierung in Bereich der Einmündung K3769; Erneuerung der Kreuzung L77a/ K3740; Ausbau der Kreuzung beim Benz-Werk durch Verbreiterung der Fahrbahn L77a, sodass alle Fahrstreifen der Landesstraße (Rechtsabbieger/Geradeaus/Geradeaus-Linksabbieger) verlängert werden können.

In diesem Zuge werden auch die Verhältnisse bei den Geh- und Radwegen verbessert. Vor allem die Querungsmöglichkeit für Radfahrer im Bereich Einmündung Plittersdorfer Straße haben die Planer im Blick.

Die zuständige Behörde in Karlsruhe hat mittlerweile den Umfang der Maßnahme festgelegt. Weitere Planungsleistungen an ein Ingenieurbüro werden demnächst vergeben. Die Planungen werden im Wesentlichen im kommenden Jahr ausgeführt.

Baubeginn dürfte nach Einschätzung im Regierungspräsidium frühestens im Jahr 2023 sein. Das Verkehrsführungskonzept während der Baumaßnahmen muss noch mit den Fachbehörden erarbeitet werden. Die geschätzten Kosten liegen nach derzeitigem Stand bei 1,4 Millionen Euro.

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Erstellt:
21. Oktober 2021, 19:00 Uhr
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