RW Elchesheim empfängt FFC

Elchesheim (rap) – Im Achtelfinale des südbadischen Pokals empfangen die Fußballer von RW Elchesheim am Mittwoch den Freiburger FC. Gegen den Oberligisten ist das Rohde-Team in der Außenseiterrolle.

Auf die Elchesheimer Defensive rund um Goran Dragojevic (links) wartet mit dem Oberligisten Freiburger FC Schwerstarbeit. Foto: Frank Vetter

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Auf die Elchesheimer Defensive rund um Goran Dragojevic (links) wartet mit dem Oberligisten Freiburger FC Schwerstarbeit. Foto: Frank Vetter

Die eine Mannschaft, also der SV Bühlertal, hat noch Schonfrist bis Ende Oktober, die andere, der SV Oberachern, ist gefangen in der Corona-Warteschleife: Nach der Infektion eines Spielers muss ein Großteil des Kaders bis einschließlich Mittwoch, 16. September, in Quarantäne. Damit ist klar, dass nicht nur das eigentlich für heute geplante Pokalduell, sondern auch die nächsten zwei Ligaspiele ins Wasser fallen. Rot-Weiß Elchesheim und der SV Linx hingegen wollen heute im Achtelfinale des südbadischen Verbandspokals das nächste fußballerische Feuerwerk abfackeln.

FFC in Elchesheim klarer Favorit

Dabei könnten die Vorzeichen für dieses Unterfangen unterschiedlicher nicht sein. Während der SVL als Oberligist – trotz Stotterstart in die Saison – beim Landesligisten FV Herbolzheim haushoher Favorit ist, kann RWE gegen den Oberligisten und Traditionsverein Freiburger FC ein kaum noch kleinerer David sein. Gemein haben beide Vereine dagegen, dass sie in der bisherigen Pokalsaison für ordentlich Spektakel sorgten. Die Elchesheimer Elf von Neu-Spielertrainer Dirk Rohde brachte es in drei bisherigen Pokalpartien auf satte 14 Einschläge, lieferte sich in Runde eins (4:3 gegen Ligakonkurrent SC Offenburg) und Runde zwei (5:4 gegen Landesligist Hofstetten) wahre Torschlachten. Und auch die Hanauerländer geizten nicht gerade mit Offensivfußball und Toren satt – inklusive einem Schuss Dramatik in der ersten Runde gegen den Verbandsligisten SC Durbachtal. Erst nach intensiven 120 Minuten ging die Leberer-Truppe als 4:3-Sieger vom Platz. Ist die Zeit reif für ein erneutes Pokal-Spektakel?

Rohde stellt sich selbst nicht auf

Dirk Rohde lacht. „Ja, warum denn nicht“, sagt der 29-Jährige, schiebt aber sofort hinterher: „Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich niedrig, dass wir gewinnen.“ Wobei ja auch schon ein 4:4-Spektakel nach Verlängerung reichen würde, da RWE in einer unterklassigen Liga spielt als der FFC. „Mit dem Ergebnis könnte ich auch Leben“, erklärt Rohde. Er selbst, in kürzester Zeit zum Dreh- und Angelpunkt im RWE-Mittelfeld geworden, wird die Partie aber nur an der Seitenlinie verfolgen. Die Verletzung aus dem Sinzheim-Spiel, als er sich kurz nach der Halbzeitpause verletzt auswechseln musste, macht ihm noch zu schaffen, ein Comeback peilt Rohde möglicherweise für das Landesliga-Derby am Samstag in Bühl (Rohde: „Selbst das könnte eng werden.“) an. Ansonsten kann der RWE-Coach personell aus dem Vollen schöpfen. „Für die Jungs ist das ein schönes Bonusspiel, das haben sie sich mit ihren bisherigen Leistungen im Pokal verdient. Der FFC ist eine sehr gute Mannschaft, wir wollen ein gutes Spiel abliefern“, sagt Rohde, der bereits einen passenden Matchplan ausgetüftelt hat.

Während ein Weiterkommen der Rohde-Elf eine faustdicke Überraschung wäre, plant der SVL mit dem Einzug ins Viertelfinale. Alles andere wäre eine böse Überraschung und ein Nackenschlag auch für die weitere Oberligarunde.


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