RWE-Jugend pausiert bis nach Ostern

Elchesheim-Illingen (as) – Die Jugendabteilung des FV Rot-Weiß Elchesheim (RWE) geht davon aus, dass sich Gemeinde und RWE doch noch über den Sportstättenstandort einigen. Die Kicker pausieren weiter.

Wegen der hohen Inzidenz gibt es noch kein Training für den Fußballnachwuchs in Elchesheim-Illingen. Die Frage, wo künftig trainiert wird, bleibt damit vorerst unbeantwortet. Symbolfoto: Julian Sratenschulte/dpa

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Wegen der hohen Inzidenz gibt es noch kein Training für den Fußballnachwuchs in Elchesheim-Illingen. Die Frage, wo künftig trainiert wird, bleibt damit vorerst unbeantwortet. Symbolfoto: Julian Sratenschulte/dpa

Der Jugend-Vereins-Fußball in Elchesheim-Illingen wird weiter pausieren. Das habe die Jugendleitung gemeinsam entschieden, erklärt Mirco Bronner aus dem vierköpfigen Jugendleitungsteam auf BT-Anfrage. Als Gründe nennt er die derzeit hohen Inzidenzzahlen im Landkreis Rastatt und das diffuse Infektionsgeschehen. Auf jeden Fall bis nach Ostern werde man noch pausieren, so Bronner.

Keine Entscheidung zum Trainingsort

Ob die Jugend danach wie seit 2019 auf dem Sportplatz in Illingen oder aber in Elchesheim trainieren wird, wie die Vereinsleitung infolge des anhaltenden Disputs mit der Gemeindeverwaltung über den Standort der künftigen Sportstätte im Ort angekündigt hatte, dazu sei keine Entscheidung gefallen. „Wir verlassen uns darauf, dass Gemeinde und RWE es bis dahin schaffen, das Problem zu lösen“, erklärt Bronner weiter.

Hoffnung auf Einigung mit Gemeinde

Auf die Frage, woher diese Zuversicht rührt, nachdem diverse Online-Gesprächsangebote vom Vereinsvorstand ausgeschlagen worden waren (das BT berichtete), bezieht er sich auf einen vom Vorstand am 18. Februar angekündigten Termin zum „Faktencheck“-Gespräch zur Sportstättenfrage mit den örtlichen Vereinen unverzüglich nach dem Lockdown als Präsenzveranstaltung im RWE-Clubhaus. Das war wiederum die Reaktion auf einen gemeinsamen offenen Brief von acht örtlichen Vereinen und des zum 23. Februar aufgelösten FC Illingen. Diese hatten den RWE aufgefordert, die demokratische Entscheidung für den Sportstättenstandort Illingen zu akzeptieren und ernsthafte Gespräche über die Zukunft eines Sportgeländes in Illingen nicht weiter zu blockieren.

Im Anschluss an dieses Gespräch sei beabsichtigt, Gemeinderäte und Bürgermeister zu einer Veranstaltung mit einem neutralen Mediator einzuladen, hatte der RWE weiter angekündigt. Auch die Gemeinde betont immer wieder Gesprächsbereitschaft, hatte jüngst auch einen Mediator vorgeschlagen. Den lehnte der RWE allerdings ab, weil die Vorgabe lautete, dass nur über den Umzug nach Illingen gesprochen werden soll. Diesen Standort hält der RWE jedoch unter anderem wegen der dortigen Druckwasserproblematik bei Hochwasser für nicht nachhaltig.

Noch keine Reaktion auf Kündigung

Im Zusammenhang mit der Kündigung von Rasen- und Hartplatz in Elchesheim zum 30. Juni 2021 signalisierte die Gemeinde erneut Gesprächsbereitschaft – aber eben nur über die Ausgestaltung des Standorts Illingen. Der RWE wiederum wollte bislang nur über Alternativstandorte sprechen, für die er in der Vergangenheit immer wieder verschiedene konkrete Vorschläge gemacht hatte. Die Reaktion auf die Kündigung steht noch aus, laut RWE ist ein Anwaltsbüro damit befasst.

Am 22. März soll sich der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung mit der Sportstätte Illingen befassen. Diese will die Gemeinde nun instandsetzen und als kommunale Sportstätte betreiben, wie sie vergangene Woche in einer Pressemitteilung angekündigt hatte.

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Ihr Autor

BT-Redakteurin Anja Groß

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Erstellt:
11. März 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 19sec

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