RWE plant am Braungießenweg

Elchesheim-Illingen (HH) – Fußball, „Spielpark“, Clubhaus und Gymnastikhalle am Braungießenweg: Der Fußballverein Rot-Weiß Elchesheim (RWE) legt Pläne für eine Sportstätten-Alternative vor.

Schräg gegenüber vom Hartplatz, auf dem sich nach dem Hochwasser im Februar Wasser staute, liegt das Wunschgelände (Mitte, hinten) des FV Rot-Weiß Elchesheim für eine neue Sportstätte. Foto:Helmut  Heck

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Schräg gegenüber vom Hartplatz, auf dem sich nach dem Hochwasser im Februar Wasser staute, liegt das Wunschgelände (Mitte, hinten) des FV Rot-Weiß Elchesheim für eine neue Sportstätte. Foto:Helmut Heck

Der FV Rot-Weiß Elchesheim unterstreicht in einer Pressemitteilung, die vor Bekanntwerden der Unterlagen für die Gemeinderatssitzung (siehe weiteren Bericht) am kommenden Montag verschickt worden war, seinen Wunsch nach einer Sportstätte am Braungießenweg mit Planentwürfen.

„Zukunftsfähige Lösung“

Mit Blick auf „nachhaltige und zukunftsfähige Lösungen in der Sportstättenfrage“ habe der RWE sich Gedanken über eine „alternative und nachhaltige Planung“ für eine neue Heimat des Vereins „und auch der Jugend von Elchesheim-Illingen“ gemacht. Man freue sich, ein „Anschauungsprojekt für zukunftsorientierten Sportstättenbau mit integriertem Spielpark“ vorstellen zu können. Zu Kosten und Finanzierungen werden keine Angaben gemacht.

Das vom FV anvisierte Gelände liegt am Braungießenweg in Verlängerung der Waldstraße, gegenüber dem vom Verein genutzten Hartplatz, auf dem sich übrigens nach der Hochwasserphase im Februar ziemlich viel Wasser staute, wenn auch deutlich weniger als am Illinger Platz. Die Grundstücke gehören teils der Gemeinde, teils Privatpersonen, wie aus der Ratssitzungen bekannt ist. Im Flächennutzungsplan ist der Bereich als Sportstätte ausgewiesen. Wie der Verein sich die weitere Kommunikation über das Thema vorstellt, dazu äußert er sich nicht.

Die Zwei-Millionen-Frage

Auslöser sei ein Beitrag von Baden TV über die Sportstättendiskussion, in dem Bürgermeister Rolf Spiegelhalder und RWE-Vorsitzender Dieter Link zu Wort kommen. In der Anmoderation des Beitrags ist die Rede davon, dass in Illingen zwei Millionen Euro investiert und beide Felder höher gelegt werden sollen. Woher die Zahl kommt, über die im Ort heftig diskutiert wird, ist unklar. Das Ortsoberhaupt nennt diese Summe im Beitrag nicht. Belegt ist lediglich, dass im Haushalt für die Jahre 2021 bis 2024 insgesamt 621.000 Euro für die Illinger Sportplätze und das „Umfeld“ verzeichnet sind.

Nach dem Vorbild des Sportparks Durlach


Im O-Ton berichtet Spiegelhalder an anderer Stelle, dass die Gemeinde beabsichtigt hatte, seitlich am Rasenplatz ein Multifunktionsgebäude zu errichten. Dann deutet er auf das Klubhaus des nicht mehr existenten FC Illingen und erklärt: „Und hier dieses Vereinsheim war ganz klar gesehen, dass sowohl wie drüben wie hier, dass man dieses Vereinsheim neu erstellt, neue Funktionsräume macht, ein Besprechungsraum für die Spielerführer, die Schiedsrichter, Umkleidekabinen, Duschen, alles, was man kennt.“

Es sei nun „um so wichtiger, endlich eine allumfassende Machbarkeitsstudie“ der verschiedenen Standorte anzustoßen, wiederholt der RWE in seiner Mitteilung eine alte Forderung. Dabei müssten sowohl Folgekosten, Belastbarkeit der Spielfelder, Druck- und Hochwasserproblematik, Lärmschutz und Verkehrsführung geprüft werden, ebenso die jeweilige Parkplatzsituation.

Gerade hinsichtlich des Parkens sehe der Verein die Chance, am Braungießenweg „Synergieeffekte“ zu erzielen, zum Beispiel im Hinblick auf große Turniere des dort angesiedelten Tennisclubs. Auch sei auf den anvisierten Flächen die „Inte-gration von Bolz-, Skater- und Spielplatz“ machbar, wird die Idee eines „Spielparks“ ins Gespräch gebracht. Darüber hinaus könnte für das angestrebte neue Vereinsheim eine Kombination mit einer „Gymnastikhalle“ sinnvoll sein. So könnte angesichts der starken Belegung der im Ort vorhandenen Trainingsräume verschiedenen Gruppen der Dorfgemeinschaft ein Platz geboten werden.

Als „Paradebeispiel“ für das Gesamtvorhaben wird die Planung der Stadt Karlsruhe für einen Sportpark in Durlach empfohlen. Man sehe in der beschriebenen Version ein nachhaltiges Modell zum Nutzen der gesamten Einwohnerschaft und insbesondere die nachfolgenden Generationen.

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Erstellt:
18. März 2021, 17:15 Uhr
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