Radfahrer von Maske befreit

Rastatt (ema) – Die Allgemeinverfügung des Landkreises zur Verschärfung der Maskenpflicht in Rastatt sorgt für Irritationen. Jetzt wird nachgebessert.

Die Maskenpflicht in ausgewählten Fußgängerbereichen wie dem Tapis vert sorgt für Irritationen. Für Radfahrer ist jetzt eine Klarstellung geplant. Foto: Frank Vetter

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Die Maskenpflicht in ausgewählten Fußgängerbereichen wie dem Tapis vert sorgt für Irritationen. Für Radfahrer ist jetzt eine Klarstellung geplant. Foto: Frank Vetter

Die Kreisverwaltung justiert ihre Verordnung zur verschärften Maskenpflicht in Rastatter Fußgängerbereichen nach. Fahrradfahrer sollen jetzt ausdrücklich von der Maskenpflicht befreit werden, heißt es aus dem Landratsamt. Dagegen will man bei Fußgängern ausnahmslos auf das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in ausgewählten Fußgängerbereichen pochen. Irritationen zum Ausmaß der Schutzmaßnahmen hatten auch die BT-Redaktion erreicht.
BT-Leserin Jutta Eckert-Schirmer berichtete, dass ihre Tochter vor wenigen Tagen nachmittags bei ihrer Fahrt mit dem Rad Richtung Bahnhof beim Tapis vert von der Polizei kontrolliert worden sei. Die Ordnungshüter nahmen die Personalien auf und kündigten ein Bußgeld an – eine Strafe, die die Familie nicht akzeptieren will.

Jutta Eckert-Schirmer kritisiert, dass die neuen Regelungen zur verschärften Maskenpflicht nicht ausreichend gekennzeichnet seien und an vielen Zugängen zum „Tapis vert“ keine Hinweisschilder stehen. Die Informationen auf den Schildern seien nicht konkret genug. „Ich bin im Bahnhofsbereich selbst schon mehrfach von Ortsfremden angesprochen worden, wo denn nun Maskenpflicht gelte“, schreibt die BT-Leserin. Obendrein ist es aus ihrer Sicht irritierend, dass die Schilder die ganze Zeit über stehen geblieben sind, obwohl sich die Regelungen zwischenzeitlich geändert hatten. „Das trägt nicht zur Klarheit bei, sondern sorgt für Verwirrung. Man weiß nämlich irgendwann nicht mehr, was nun wirklich gilt.“

Weitere Schilder

Der städtische Chef-Justiziar Achim Schick verweist in seinem Antwortschreiben darauf, dass man bei den Beschilderungen bewusst eine allgemein verständliche und gleichzeitig eindeutige Formulierung gewählt habe, die an verschiedenen Orten verwendbar sei. Gleichzeitig kündigte er an, im Laufe dieser Woche weitere Schilder aufstellen zu lassen.

Unklarheiten will der Landkreis jetzt mit einer Anpassung seiner Allgemeinverfügung beseitigen. Die Pressestelle räumte ein, dass mit der Verschärfung der Maskenpflicht Mitte März zwar der Geltungsbereich der Maskenpflicht ausgeweitet wurde. Allerdings hätte unter Hinweis auf die Corona-Verordnung des Landes auch bislang eine Ausnahme gegolten, wenn Passanten einen Abstand von 1,50 Meter eingehalten hätten. Dieses Schlupfloch für Fußgänger soll nun geschlossen werden – mit der Klarstellung, dass Fahrradfahrer in den genannten Maskenpflicht-Bereichen (Kulturplatz, Tapis vert, Pagodenburganlage, Schlosspark, Fußgängerzone und Rheinpromenade) keinen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.

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Erstellt:
31. März 2021, 07:20 Uhr
Lesedauer:
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