Radprojekte: Bauausschuss stimmt für Förderanträge

Baden-Baden (sre) – Etappensieg für Radprojekte in Baden-Baden: Der Bauausschuss stimmt sowohl bei der Radallee als auch bei der Brücke über den Verfassungsplatz für Förderanträge.

Über dem Verfassungsplatz könnte ein „Leuchtturm des Radverkehrs“ entstehen.  Foto: Basse/Stadt Baden-Baden

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Über dem Verfassungsplatz könnte ein „Leuchtturm des Radverkehrs“ entstehen. Foto: Basse/Stadt Baden-Baden

Soll es eine Rad- und Fußgängerbrücke über den Verfassungsplatz geben? Über diese Frage hat der Bauausschuss am Donnerstagabend heftig diskutiert. In der Sitzung ging es um ein Bündel an Maßnahmen, um den Radverkehr in der Kurstadt zu fördern. Dafür sollen Fördermittel in Millionenhöhe vom Bund abgerufen werden.
Relativ einig war man sich darüber, dass die Stadt sich um Mittel für eine Fahrradallee vom Bahnhof Oos bis zur Geroldsauer Mühle bewerben soll. Dabei sollen verschiedene Abschnitte, die derzeit noch problematisch für Radfahrer sind, umgestaltet werden. Besonderen Charme hat das Projekt, weil man eine Förderung vom Bund in Höhe von 80 Prozent bekommen kann, weitere zehn Prozent könnten vom Land zugeschossen werden. Die Stadt Baden-Baden bliebe demnach nur auf zehn Prozent der Kosten sitzen.

Gleiches gilt für ein weiteres Großprojekt, das auf dieser Strecke liegt und als „Leuchtturm des Radverkehrs“ eine ebenso hohe Förderung von Bund und möglicherweise einen Zuschuss vom Land bekommen könnte: eine Brücke für Radfahrer und Fußgänger über den Verfassungsplatz. Da die Gesamtkosten für den Brückenneubau auf 7,2 Millionen Euro geschätzt werden, wurde über dieses Thema in der Sitzung aber trotz der hohen Zuschüsse hitzig gestritten. Stadtrat Werner Schmoll (SPD) forderte, genauere Pläne vorgelegt zu bekommen. Bürgermeister Alexander Uhlig betonte, dass es diese noch nicht gebe: Sie würden, sollte die Förderung fließen, erst im Rahmen eines Architektenwettbewerbs entwickelt. Auch von Wolfgang Niedermeyer (FBB), Reinhilde Kailbach-Siegle (CDU), Rainer Lauerhaß (FW), René Lohs (FDP) und Martin Kühne (AfD) gab es kritische Nachfragen unter anderem in Bezug auf die Verhältnismäßigkeit einer solchen Investition in Zeiten knapper Kassen. Klaus Bloedt-Werner und Hansjürgen Schnurr (beide CDU) und Sabine Iding-Dihlmann (Grüne) sprachen sich für den Förderantrag aus. Über die genaue Ausgestaltung könne man zu einem späteren Zeitpunkt sprechen, wurde betont. Schließlich votierte eine knappe Mehrheit dafür, das Projekt auf den Weg zu bringen. Die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat in seiner Sitzung am 28. Juni.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Reith

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Erstellt:
18. Juni 2021, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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