Rätselhaftes Willkommen

Rastatt (dm) – „Willkommen in „The Länd“ heißt es seit Freitag auf Schildern unter einigen Ortstafeln in Mittelbaden. Wer oder was dahintersteckt, bleibt rätselhaft.

Mysteriöse Tafeln unter diversen Ortsschildern in der Region: The Länd. Foto: Anja Groß

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Mysteriöse Tafeln unter diversen Ortsschildern in der Region: The Länd. Foto: Anja Groß

Deutschland, kennen wir ja schon lange. Aber „the Länd“? Offenbar seit Donnerstag heißen mysteriöse, mehrfach unter Ortsschildern angebrachte Tafeln in „the Länd“ willkommen. Aus Rastatt, Elchesheim-Illingen, Au am Rhein, Steinmauern und Hügelsheim wurden Sichtungen gemeldet... und wer weiß, wo sonst noch. Wer da am Werk war, ist nicht bekannt, weder bei der Polizei noch beispielsweise bei der Stadt Rastatt, wo die BT-Redaktion gestern mal nachgefragt hat.

Es bleiben Fragen über Fragen: Ist hier etwa die Landesregierung marketingtechnisch auf den Denglisch-Zug gesprungen – schließlich können wir alles außer Hochdeutsch – und lässt das „Ländle“ flächendeckend zu „the Länd“ umfirmieren? Und wenn hier nicht Englisch, sondern eine andere Sprache bemüht wird? Dass „Länd“ schwedisch ist für die Lende, hilft da vermutlich auch nicht weiter, es sei denn jemand wollte damit sagen, dass man es bei diesen Ortschaften wahrlich mit Filetstücken des Landes zu tun hat...

Kein ordnungsrechtlicher Handlungsdruck

Sie sehen: Die Fantasie geht mit uns durch. Und sogar soziale Netzwerke zeigen sich ob der Straßenguerilla-Aktion offenbar ratlos. Immerhin die Frage „Ist das Kunst oder kann das weg?“ wurde an manchem Ortseingang jedenfalls am Freitagvormittag tatkräftig mit „das kann weg“ beantwortet.

Weiteres müssen die Rätsel-Hintermänner der Aktion auch kaum befürchten: Wie die Polizei wissen lässt, sehe man hier keine Beeinträchtigungen und daher auch keinen ordnungsrechtlichen Handlungsdruck. Würde es Hinweise auf die Akteure geben, würde man zwar prüfen, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt, meint die Stadt Rastatt. Besonders gravierend wäre diese dann aber wohl eher nicht. Immerhin sind die Schilder leicht wieder zu entfernen. Man zeigt sich also ganz entspannt im Land, äh sorry, in the Länd.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

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Erstellt:
24. Oktober 2021, 08:49 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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