Rasenplatz Illingen wird saniert

Elchesheim-Illingen (HH) – Bei zwei Gegenstimmen hat der Gemeinderat Elchesheim-Illingen am Montag entschieden, den Rasenplatz Illingen für rund 144.100 Euro sanieren zu lassen. 2022 soll es losgehen.

Der Illinger Hartplatz wird grüner und grüner. Im kommenden Jahr soll er zu einem richtigen Rasenplatz umgebaut werden. Foto: Helmut Heck

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Der Illinger Hartplatz wird grüner und grüner. Im kommenden Jahr soll er zu einem richtigen Rasenplatz umgebaut werden. Foto: Helmut Heck

Alle, die auf einer Rasenfläche Sport treiben wollen, sollen auf dem momentan verwaisten Fußballgelände in Illingen die Möglichkeit dazu bekommen. Diese Absicht hob Bürgermeister Rolf Spiegelhalder hervor, als am Montag im Gemeinderat die Weiterführung der Planungen für die „Sportstätte am Altrhein“ bekräftigt wurde. Die Realisierung soll im kommenden Jahr beginnen.

Starten will man mit dem Umbau des Hartplatzes in einen Rasenplatz. Um Wasser für die Beregnung zu gewinnen, soll ein Brunnen geschlagen werden. Der Unterbau des Spielfelds soll mit einer Drainage ausgestattet werden. Auch eine Flutlichtanlage ist vorgesehen, „mit LED-Beleuchtung“, wie Spiegelhalder betonte. Es werden Kosten von 467.400 Euro erwartet.

In einem weiteren Schritt soll die Ertüchtigung des bestehenden Rasenplatzes folgen, die auf 144.100 Euro kalkuliert wurde. Aus der kommunalen Sportförderung wurde für das gesamte Vorhaben bereits ein Zuschuss in Höhe von 127.000 Euro bewilligt. Die Gemeinde hofft auf weitere 50.000 Euro aus dem Ausgleichsstock.

Link befürchtet Haftungsrisiko

Dieter Link (ABL) nahm die jüngsten Hochwasserprobleme zum Anlass, das Fehlen eines hydrologischen Gutachtens zu kritisieren und die Sorge zu bekunden, dass sich die Gemeinde damit einem Haftungsrisiko aussetzen könnte. An seine Ratskollegen richtete Link die „Bitte“, von dem Vorhaben Abstand zu nehmen. Man sollte sich stattdessen einem Gesamtkonzept für eine Sport- und Freizeitanlage an anderer Stelle zuwenden, spielte Link auf die zuvor besprochenen Ideen für einen „Mehrgenerationenpark“ an der Waldstraße an (das BT berichtete).

Sein Appell blieb ohne Erwiderung. Die Fortführung der Planung am Altrhein wurde bei den Gegenstimmen von Dieter Link und Monika Balthazaar (CDU) beschlossen. Balthazaar blieb bei ihrer Haltung, „kein Geld auszugeben“, solange die juristische Auseinandersetzung mit dem RWE in der Sportstättenfrage nicht entschieden sei.

Bei den Sportarten, die der Bürgermeister im Sinn hatte, als er einen Rasenplatz für alle propagierte, handelte es sich seinen Worten zufolge offenbar um Gymnastikgruppen, explizit genannt wurde Yoga. Sollte sich darüber hinaus der „Vereinssport“ interessieren, würde man sich freuen.

Turnhallensanierung für 1,49 Millionen

Saniert werden soll auch die baulich mit der Rheinwaldschule verbundene Turnhalle. Spiegelhalder erinnerte an das „großzügige Programm“ an Maßnahmen, das im Investitionsvolumen von 1,49 Millionen Euro enthalten sei. Bislang darf ein Zuschuss von 668.000 Euro erwartet werden, aus dem Ausgleichsstock sollen weitere Mittel fließen. Rechnungsamtsleiter Thomas Spinner ging davon aus, dass letztlich 695.000 Euro aus eigener Kasse gezahlt werden müssen.

Der Sanierungsplan umfasst Dach, Fassadendämmung, Türen, Sanitärräume und den weiteren Innenbereich. Ferner soll Barrierefreiheit erreicht werden. Auf Nachfrage von Christian Geschke (ABL) bezüglich einer vorgesehenen Fotovoltaikanlage teilte Spinner mit, dass darüber erst 2022 entschieden werden solle, wenn der „finale Förderbescheid“ vorliege. Susanne Ebel (EIL) wollte wissen, wie sich die Arbeiten auf den Sportunterricht der Schule auswirkten. Der Bürgermeister erklärte, es werde sicher Einschränkungen geben, man werde nach anderen Möglichkeiten suchen. Der Gemeinderat nahm den Planungsstand zur Kenntnis und beschloss einstimmig die Durchführung.


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