Rastatt plant Ersatz-Aktionen für Weihnachtsmärkte

Rastatt (dm) – Auch ohne die beiden abgesagten Weihnachtsmärkte will sich die Stadt Rastatt im Advent weihnachtlich präsentieren. Der Lichterschmuck wird derzeit aufgehängt, Aktionen werden geplant.

Die Weihnachtsbeleuchtung wird installiert: Am Eingang zur oberen Kaiserstraße schweben schon zwei Engel. Foto: Melcher

© dm

Die Weihnachtsbeleuchtung wird installiert: Am Eingang zur oberen Kaiserstraße schweben schon zwei Engel. Foto: Melcher

Gold-gelb leuchtende Engel schweben über dem Eingang zur oberen Kaiserstraße, in Teilen der Ortsdurchfahrt hängen bereits Girlanden und Sterne: Die Stadt Rastatt hat begonnen, ihr vorweihnachtlich-schmückendes Kleid anzulegen. Auch wenn aufgrund der Corona-Pandemie weder die Schlossweihnacht noch der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz stattfinden, soll die Weihnachtsbeleuchtung rechtzeitig zum 1. Advent „in voller Pracht“ erstrahlen, wie die städtische Pressestelle auf BT-Nachfrage bestätigt. Zugleich arbeitet man derzeit noch an einem kleinen Ersatz für den Weihnachtsmarkt.

570.000 Euro hatte die Barockstadt vor zwei Jahren in ihre neue Illumination investiert, ganz komplett ist sie aber auch in diesem Jahr noch nicht, weil etwa in der oberen Kaiserstraße einige neue Bäume noch nicht mit dem Schmuck behängt werden können. Gleichwohl wächst der Lichterglanz in diesem Jahr wieder um einige zusätzliche Elemente. Der Weihnachtsbaum, der in der kommenden Woche wieder im Herzen der Stadt aufgerichtet wird, soll dieses Mal in die Mitte des Marktplatzes rücken. Dort ist normalerweise das Budendorf aufgebaut.

„Aktion Wunschbaum“ soll fortgeführt werden

Erneut auf die Beine stellen will man auch die „Aktion „Wunschbaum“ für bedürftige Kinder in Zusammenarbeit zwischen Diakonie und Stadtverwaltung. Bislang stand diese stets in Zusammenhang mit dem Weihnachtsmarkt; im vergangenen Jahr hatten Rastatter Bürger in diesem Rahmen Geschenke an 154 Kinder gespendet. Über die diesjährige Abwicklung laufen derzeit Gespräche.

Ohnehin seien „zahlreiche Aktionen angedacht“ als kleiner Ersatz für den Weihnachtsmarkt. Diese seien jedoch noch nicht final abgestimmt, wie es aus dem Rathaus heißt. Unter anderem habe man vor, einen Weihnachtsmann beziehungsweise Nikolaus zur Adventszeit durch die Innenstadt und die Geschäfte laufen zu lassen, um kleine Geschenke für Kinder zu verteilen; freitags und samstags wiederum seien musikalische Akzente geplant; die städtische Musikschule bereitet einen klingenden Online-Adventskalender vor. Und mit den Schaustellern stehe das Stadtmarketing in Kontakt wegen eines eventuellen Aufbaus einzelner Hütten im Zentrum. Dies hänge jedoch wesentlich von der Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens und den Vorgaben des Landes ab. In anderen Städten scheint man da schon weiter. Bühl etwa plant anstelle des Adventsmarkts ganz konkret eine Lichterachse mit Ständen, die sich durch die Stadt zieht – als „charmante und coronakonforme Alternative“. Allerdings verzeichnet man dort auch ein deutlich geringeres Infektionsgeschehen.

Zum Artikel

Erstellt:
13. November 2020, 10:56 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 09sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.