Rastatt sagt Narrenparade ab

Rastatt (dm) – Es war nach der Entwicklung der vergangenen Wochen zu erwarten, jetzt ist es offiziell: Auch der Rastatter Fastnachtsumzug ist abgesagt.

Trübe Aussichten für Narren: Nach den Sitzungen fallen in Rastatt und anderswo auch Umzüge ins Wasser. Foto: Frank Vetter/Archiv

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Trübe Aussichten für Narren: Nach den Sitzungen fallen in Rastatt und anderswo auch Umzüge ins Wasser. Foto: Frank Vetter/Archiv

Am 14. Februar hätte die bunte Parade zum 56. Mal durch die Innenstadt ziehen sollen, und tatsächlich habe man zuletzt noch gehofft, wie Umzugskoordinator Jochen Fuchs von der GroKaGe Rastatt in einer Mitteilung erklärt. Jedoch: „Nach Rücksprache mit der Stadt Rastatt, die uns immer ein zuverlässiger Ansprechpartner ist und auch bis zum Schluss nach einer Lösung gesucht hat, haben wir die Entscheidung getroffen, dass die Gesundheit unserer Gäste und der Bürgerinnen und Bürger an erster Stelle steht und wir uns auch diesbezüglich in der Verantwortung sehen.“ Die Absage des traditionellen Treibens sei schweren Herzens erfolgt. Gleichwohl: „Wir denken, dass dies die beste Entscheidung ist.“

Man sieht sich angesichts der Corona-Pandemie zu dem Schritt gezwungen, bekräftigt auch die städtische Pressesprecherin Heike Dießelberg, zumal auch nichts verlässlich geplant werden könne. Stand heute findet generell keine organisierte Straßenfastnacht statt. Ein Sturm aufs Rathaus am Schmutzigen Donnerstag: Derzeit nicht vorstellbar.

Schon zuvor hatten die Rastatter Karnevalsvereine – wie andere auch – ihre Sitzungskampagnen für die Saison abgesagt, der Start in die närrische Zeit am 11. November fand nur virtuell statt. „So etwas wollen wir weiter machen“, sagt Roland Stadtfeld, Präsident der GroKaGe, die zum Beispiel die Inthronisation des neuen und altbewährten Gro-Ka-Ge Prinzenpaars Gabriele I. und Angelo I. als Video ins Netz gestellt hat. Veranstaltungen fallen indes flach. Dass eine komplette Kampagne ins Wasser fällt, hat es Jahrzehnte nicht gegeben. „Trotzdem freuen wir uns schon jetzt darauf, das Versäumte irgendwann nachzuholen und dann wieder unsere geliebte Fastnacht gebührend zu feiern“, wie es Jochen Fuchs formuliert. Und: „Zusammenhalten und aufeinander aufpassen ist das Beste, was wir jetzt tun können.“

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Erstellt:
12. November 2020, 15:37 Uhr
Lesedauer:
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