Rastatt tritt auf der Stelle

Rastatt (ema) – Der ADFC hat Resultate des neuen Fahrradklimatests vorgelegt. Erstmals liegen für den nördlichen Landkreis nicht nur Ergebnisse für Rastatt, sondern auch für Umlandgemeinden vor.

Besseres Angebot: Seit knapp zwei Jahren gibt es Leihfahrräder in Rastatt. Foto: av

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Besseres Angebot: Seit knapp zwei Jahren gibt es Leihfahrräder in Rastatt. Foto: av

Premiere beim Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC): Im nördlichen Landkreis sowie im Süden des Landkreises Karlsruhe haben Interessierte diesmal nicht nur ihre Wertung für Rastatt abgegeben. In die Statistik schafften es aufgrund ausreichender Teilnahme (mindestens jeweils 50 Personen) auch Durmersheim, Kuppenheim, Ötigheim und Malsch. Die beste Platzierung in ihrer Kategorie hat das Telldorf erreicht.
Gegenüber dem Klimatest vor zwei Jahren hat sich die Stadt Rastatt nur hauchdünn verbessert: von 3,9 auf 3,81. 139 Personen gaben ihr Votum ab – 25 mehr als im Jahr 2019. Damit belegt die Große Kreisstadt landesweit Platz 32 unter den 66 Städten mit einer Einwohnerzahl zwischen 20.000 und 50.000.

Defizite bei Falschparkerkontrolle

Unter den 32 Bewertungskriterien erreicht Rastatt mit Note 2,5 die beste Note erneut dafür, dass Einbahnstraßen für Radfahrer geöffnet sind. Ein Aspekt, der gerade im vergangenen Jahr schlagartig lokale Brisanz gewann, weil OB Hans Jürgen Pütsch beim Befahren der Lyzeumstraße entgegen der Einbahnrichtung von einem Autofahrer angefahren worden war. Die Infrastruktur wird mit 2,8 beurteilt; die Erreichbarkeit des Zentrums mit 2,7. Dass öffentliche Fahrräder angeboten werden, ist den Teilnehmern nur eine 2,9 wert – obwohl Rastatt im Jahr 2019 mit Leihfahrrädern über das Nextbike-System an den Start gegangen ist.

Mängel sehen die Kritiker vor allem bei der Falschparkerkontrolle auf Radwegen, bei Abstellanlagen und bei der Radführerführung an Baustellen. Auch der Fahrraddiebstahl treibt die Rastatter Teilnehmer des Klimatests um.

Bei den Kommunen mit einer Einwohnerzahl unter 20.000 kommt Ötigheim mit der Note 3,17 auf Platz drei unter 74 Gemeinden. 57 Personen haben gewertet. Durmersheim (104 Teilnehmer) landet mit einer Zensur von 3,73 auf Platz 29. Für Kuppenheim haben 56 Personen ihr Votum abgegeben – am Ende sprang Platz 60 heraus (Note: 4,13). Nur für Platz 66 reichte es der Gemeinde Malsch (72 Teilnehmer, Note: 4,25).

Die Kriterien für die Dörfer sind dieselben wie für die Städte. Kritisch gesehen wird in den meisten Kommunen das Falschparken auf den Radwegen.

Teilweise liegt die Kompetenz für Verbesserungen gar nicht in der Zuständigkeit der Rathäuser. So bekommen Durmersheim und Kuppenheim etwa beim Thema „Fahrradmitnahme im öffentlichen Nahverkehr die Note 5,4. Dagegen wird die Erreichbarkeit des Zentrums überwiegend positiv gesehen.

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Erstellt:
18. März 2021, 06:00 Uhr
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