Rastatter Café Pagodenburg: Der Dornröschenschlaf dauert an

Rastatt (dm) – Seit rund einem Jahr steht das schön gelegene Café-Restaurant im Rastatter Wasserturm leer. Die Neuverpachtung verzögert sich. Noch drei Bewerber sind im Rennen.

Blick Richtung Pagodenburg: Nachdem Ende 2020 die bisherigen Pächter Michael und Ingrid Hauns die Schlüssel rumgedreht haben, steht das Lokal leer. Foto: Ingo Wessel

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Blick Richtung Pagodenburg: Nachdem Ende 2020 die bisherigen Pächter Michael und Ingrid Hauns die Schlüssel rumgedreht haben, steht das Lokal leer. Foto: Ingo Wessel

Die Wiederbelebung des seit rund einem Jahr leer stehenden Café-Restaurants Pagodenburg am historischen Rastatter Wasserturm verzögert sich. Der Plan, das Lokal mit neuem Pächter bis Sommer 2022 wieder in Betrieb zu nehmen, „wird nicht mehr zu halten sein“, wie die städtische Pressesprecherin Heike Dießelberg auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Das liege unter anderem an der Corona-Pandemie.

Schuld ist auch Corona

In dieser gerade auch für Gastronomen schwierigen Zeit wollten sich die Interessenten offensichtlich noch nicht festlegen. Immerhin will die Stadt, die Eigentümerin des Gebäudes ist, einen langfristigen Vertrag abschließen – mit einer ersten festen Laufzeit von mindestens zehn oder auch 15 Jahren, je nach Investitionen des Mieters. Und: Sie suche einen Pächter, der die Räumlichkeiten nach seinen eigenen Vorstellungen saniert und gestaltet – und dafür auch die Kosten trägt. Dabei handelt es sich um Investitionen, die ziemlich hoch sein werden. Im Rathaus rechnet man laut Wirtschaftsförderung mit Kosten im sechsstelligen Bereich. So müsse zum Beispiel eine komplette Küche neu installiert werden.

Stadt spricht von „vielversprechenden“ Gesprächen

Gleichwohl sind noch drei Bewerber im Rennen. Im vergangenen Sommer startete die Stadt ein „öffentliches Interessenbekundungsverfahren“, nachdem zunächst „vielversprechende“ Gespräche mit einem potenziellen Pächter zu keinem greifbaren Ergebnis geführt hatten. Bis zu dessen Abschluss im September meldeten sich 15 Interessenten, so Heike Dießelberg. Nach Sichtung der Unterlagen und Gesprächen seien drei übrig geblieben, darunter zwei Bewerber aus Rastatt, beide seien bereits als Gastronomen tätig.

Über deren vorgeschlagene Konzepte oder gar deren Namen will man noch nichts Näheres mitteilen, so viel steht jedoch fest: Auch wenn die Räume für gebuchte Gruppen (Hochzeiten, private und geschäftliche Feiern und Meetings) attraktiv seien – insbesondere wegen der Lage am Murgpark, der Aussicht und der Flexibilität der Räume –, ist eine reine Eventlocation nicht gewünscht.

Grundsätzlich sollen im Café-Restaurant auch künftig Frühstück, Mittagessen und Abendkarte – also ein Ganztagsbetrieb – angeboten werden, wie es in den städtischen Unterlagen heißt. Und dies soll ein möglichst breites Publikum ansprechen. Ursprünglich hatte man noch in diesem Jahr einen Vertrag abschließen wollen. Derzeit ist jedoch jeglicher Zeitplan ungewiss.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

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Erstellt:
12. Dezember 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
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