Rastatter Prozesse: Sendetermin für Doku steht

Rastatt (sl) – Der Dokumentarfilm zu den Rastatter Prozessen der Nachkriegszeit, der 2020 teilweise in Rastatt gedreht wurde, soll am 4. Mai auf Arte zum ersten Mal öffentlich gezeigt werden.

Rastatter Prozesse: Sendetermin für Doku steht

Teile des Films wurden im und vor dem Rastatter Barockschloss gedreht. Das Bild entstand bei den Dreharbeiten im August 2020. Foto: Frank Vetter/BT-Archiv

Der Film kommt zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr. Die Rastatter Kriegsverbrecherprozesse waren ein historisches Ereignis, das über den Südwesten hinaus von großer Relevanz ist, bisher aber kaum öffentlich bekannt war, unter anderem weil die Akten jahrzehntelang Verschlusssache waren. Über die Arbeit des französischen Militärtribunals nach dem Zweiten Weltkrieg, das 1946/47 im Rastatter Schloss tagte und etliche Todesurteile fällte, produzierte Moving Story Media aus Hamburg gemeinsam mit SWR/SR und Arte die 90-minütige Fernsehdokumentation.

Im August 2020 fanden Dreharbeiten am Originalschauplatz statt: Im Ahnensaal und im Schlosshof. Zahlreiche Statisten aus der Region waren beteiligt. Eine Erschießungsszene im Morgengrauen wurde in Sandweier gedreht. Es wird auch eine 45-Minuten-Fassung für die ARD geben.