Rastatter Schlösser: Corona verhagelt Besucherbilanz

Rastatt (sl) – Monatelang geschlossen, fast alle Veranstaltungen abgesagt: Die Corona-Maßnahmen haben auch bei den Rastatter Schlössern für einen Besuchereinbruch gesorgt.

Derzeit nur von außen zu besichtigen: Barockresidenz Rastatt im Schnee. Foto: Staatliche Schlösser und Gärten

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Derzeit nur von außen zu besichtigen: Barockresidenz Rastatt im Schnee. Foto: Staatliche Schlösser und Gärten

Die Corona-Pandemie hat auch die Besucherbilanz der Rastatter Barockschlösser verhagelt. Die Residenz besuchten 2020 insgesamt 8.815 Personen, Schloss Favorite besichtigten 3.761 Besucher. Das teilt die Leiterin der Schlossverwaltung, Magda Ritter, auf BT-Nachfrage mit. Zum Vergleich: 2019 zählten die Verantwortlichen im Residenzschloss Rastatt 119.424 Besucher, für Schloss Favorite wies die Statistik 21.178 Besucher auf.

Eindeutig führt Magda Ritter den Einbruch auf die coronabedingten Einschränkungen zurück. So war die Residenz in der ersten Jahreshälfte vom 2. Januar bis 15. März geöffnet, um dann bis Ende Mai in den ersten Lockdown zu gehen. Schloss Favorite, das jedes Jahr bis Mitte März Winterschlaf hält, öffnete gar nicht erst, sondern verlängerte die Pause bis 1. Juni. Die Wiederöffnung beider Schlösser erfolgte dann unter strenger Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln. Zudem war der Führungsbetrieb auf Donnerstag bis Sonntag, 11 bis 15 Uhr, eingeschränkt. Parallelführungen waren nicht möglich, eine Einbahnstraßen-Regelung lotste die ohnehin begrenzten Besuchergruppen durch die Prunkräume der beiden Schlösser. „Am 23. Oktober haben wir die Monumente erneut schließen müssen“, erklärt Ritter. Auch die Open-Air-Konzerte im Schlosshof fanden nicht statt.

Schlosspark-Picknick auch 2021

Gut angekommen war im August aber das erste Pop-up-Picknick im Schlossgarten hinter der Residenz mit rund 400 Gästen. Die Veranstalter wollen die Freiluft-Fete wiederholen. Der Termin am Samstag, 3. Juli, war schnell ausverkauft. Pandemiebedingt ist die Besucherzahl auf 500 begrenzt. Für den Zusatztermin am Freitag, 2. Juli, von 16 bis 22 Uhr sind im Internet noch Tickets zu haben. Die Idee: Kühle Drinks im Glas, kulinarische Leckereien in der Picknickbox, elektronische Summer-Beats im Ohr und eine sanfte Sommerbrise im Haar, umschreiben es die Macher von Sunset-Vibes. Decken werden bereitgestellt, Picknickboxen in verschiedenen Größen sind im Preis ab 29,99 Euro pro Person (zuzüglich Vorverkaufsgebühr) inbegriffen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Sebastian Linkenheil

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Erstellt:
12. Februar 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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