Rastatter Schloss: Brunnen bleiben vorerst trocken

Rastatt (sl) – Defekte Ventile erlauben zurzeit keinen Betrieb der Fontänen im Park der Rastatter Residenz. Eine Lösung wird es in diesem Jahr wohl nicht mehr geben.

Einer der beiden Brunnen auf der Rastatter Schlossterrasse. Dieses Jahr werden hier keine Fontänen mehr in die Höhe steigen. Foto: Frank Vetter

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Einer der beiden Brunnen auf der Rastatter Schlossterrasse. Dieses Jahr werden hier keine Fontänen mehr in die Höhe steigen. Foto: Frank Vetter

Die beiden Fontänen der Schlossterrasse auf der Gartenseite der Rastatter Residenz laufen schon seit Langem nicht mehr. Die Ursache ist nicht leicht zu beheben. Erwägungen einer möglichen Lösung des Problems beschäftigen die Fachleute im Landesbetrieb Vermögen und Bau, wie der Leiter des zuständigen Amts Pforzheim Christian Lindinger im BT-Gespräch erläutert. In diesem Jahr werden die Springbrunnen auf keinen Fall mehr sprudeln.

Magnetventile schließen nicht mehr

Die Brunnen, die im Zuge der Neugestaltung der Schlossterrasse gebaut wurden und seit 2014 stets im Sommerhalbjahr im Einsatz sind, sind selbst nicht defekt. Sie hängen aber am selben Wasserkreislauf wie die aus den 1980er Jahren stammende Bewässerungsanlage des Schlossgartens. Die Ringleitung ist also etwas in die Jahre gekommen, daher wundert sich Lindinger auch nicht besonders darüber, dass ihre Magnetventile nicht mehr richtig schließen. Das habe zur Folge, dass der nötige Wasserdruck für die Fontänen nicht mehr aufgebaut werden kann, dafür sei aber die Bewässerungsanlage pausenlos gelaufen. Deshalb musste man das Wasser ganz abstellen.

Ersatzteile sind nicht zu bekommen

Die Ventile auszutauschen, sei nicht so einfach, erklärt Lindinger. Zum einen, weil Ersatzteile zurzeit nicht zu bekommen seien. Zum anderen würde der Austausch wohl größere Erdarbeiten im Schlosspark notwendig machen. Deshalb überlegt man bei Vermögen und Bau derzeit, ob eine kleinere, punktuelle Lösung möglich wäre, zum Beispiel durch eine Überbrückung der Ringleitung durch eine Art Bypass. Dann wären die Springbrunnen unabhängig von der Gartenbewässerung zu betreiben. Bewusst sei man sich im Amt Pforzheim darüber, dass die Schlossterrasse eigens saniert und mit den Brunnen ausgestattet wurde, um diesen Bereich des Schlossgartens attraktiver zu machen. Die Rastatter nehmen den neuen Aufenthaltsbereich auch gut an. Lindinger hofft daher, dass man im kommenden Jahr eine praktikable Lösung findet. „Im Oktober wären die Brunnen ohnehin abgestellt worden“, sagt er. In diesem Jahr würden sie auch sicher nicht wieder angestellt.

Ihr Autor

BT-Redakteur Sebastian Linkenheil

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Erstellt:
9. September 2021, 09:00 Uhr
Lesedauer:
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