Rastatter helfen Flutopfern

Rastatt (BT) – Ahrweiler in Rheinland-Pfalz wurde schwer vom Hochwasser getroffen. Sowohl die Rastatter Adventgemeinde als auch die Feuerwehr Rastatt helfen vor Ort bei der Beseitigung des Chaos.

Verdreckt, aber glücklich: Helfer der Rastatter Adventgemeinde packen gerne bei den Aufräumarbeiten mit an. Foto: Adventgemeinde

© pr

Verdreckt, aber glücklich: Helfer der Rastatter Adventgemeinde packen gerne bei den Aufräumarbeiten mit an. Foto: Adventgemeinde

Am frühen Sonntagmorgen trafen sich die 15 Helfer aus der Adventgemeinde sowie der angeschlossenen christlichen Salomo-Schule (private Grund- und Realschule in Niederbühl), um sich ins 270 Kilometer entfernte Ahrweiler auf den Weg zu machen. In diesem Städtchen an der Ahr waren viele Häuser und ganze Stadtteile von den Wassermassen überflutet worden. Menschen verloren ihre Angehörigen, ihre Häuser und oft ihre gesamte Existenz, heißt es in einer Pressemitteilung der Adventgemeinde.

Ein Bild der Verwüstung bietet sich den freiwilligen Helfern im schwer betroffenen Städtchen Ahrweiler. Foto: Steffen Körber/Feuerwehr Rastatt

© pr

Ein Bild der Verwüstung bietet sich den freiwilligen Helfern im schwer betroffenen Städtchen Ahrweiler. Foto: Steffen Körber/Feuerwehr Rastatt

„Die Menschen brauchen jetzt unsere Hilfe! Sach- und Geldspenden, vor allem aber praktische Hilfe beim Aufräumen der Straßen und Häuser werden dringend gebraucht.“ Diesem Hilferuf eines Betroffenen vor Ort folgend hatten sich am Vortag vier junge Männer der adventistischen Freikirche auf den Weg gemacht. Sie berichteten, die Zustände vor Ort seien katastrophal. Es gebe keinen Strom, kein fließendes Wasser und die sanitären Anlagen funktionierten nicht, so ein Aktiver aus Baden-Baden. Die Arbeiten seien noch nicht gut organisiert, man könne die Menschen direkt fragen, jeder brauche Hilfe bei den Aufräumarbeiten.

„Dankbar, dass wir Hoffnung schenken konnten“

So machten sich am Sonntag weitere 15 Personen aus der Umgebung von Rastatt auf den Weg mit Gummistiefeln, Handschuhen, Schaufeln und Müllsäcken im Gepäck. „Wir haben 20 Zentimeter hohen Schlamm in Eimern weggekehrt“, erzählt eine Bischweiererin. „Die Schlammlachen waren überall, sogar im zweiten Stockwerk.“ Sie berichtet von Möbelbergen, die von der Rastatter Gruppe an den Straßenrand getragen wurden, in der Hoffnung, dass irgendwann Bagger zum Wegräumen durchkommen. „Es wird viele Monate dauern, bis hier wieder Wasser- und Stromleitungen gelegt sind und etwas Normalität einkehren kann, aber wir sind dankbar, dass wir den Menschen in Ahrweiler ein bisschen Hoffnung schenken konnten.“

Die Aktion wurde spontan von vielen Spendern der Adventgemeinde Rastatt unterstützt. Wer sich ebenfalls aktiv an einer Hilfsaktion beteiligen möchte, kann sich unter (01 51) 44 06 58 01 melden.

Neun Wehrleute und Pumpen geschickt

Auch die Freiwillige Feuerwehr Rastatt machte sich ins Katastrophengebiet auf, wie Steffen Körber mitteilt. Am Sonntag um 2 Uhr wurden von der Feuerwehr Rastatt leistungsfähige Pumpen durch die Einsatzleitung des Landkreises Südliche Weinstraße, die in Bad Neuenahr die Einsätze lenkt, angefordert.

Um 4.30 Uhr brachen neun Einsatzkräfte aus nahezu allen Abteilungen der Feuerwehr Rastatt mit leistungsfähigen Pumpen ins Schadensgebiet auf. Um 7 Uhr begann dort die Unterstützung der eingesetzten Kräfte mit dem Leerpumpen von weitläufigen Tiefgaragen, da diese Bereiche erst danach auf Opfer kontrolliert werden konnten. Nachdem später die Einsatzleitung von der Feuerwehr auf nachrückende THW- und Bundeswehrkräfte übergeben worden war, bauten auch die Rastatter Einsatzkräfte ihre Gerätschaften wieder ab und machten sich auf den Heimweg.

Die Rastatter Feuerwehr hilft mit leistungsfähigen Pumpen aus. Foto: Steffen Körber/Feuerwehr Rastatt

© pr

Die Rastatter Feuerwehr hilft mit leistungsfähigen Pumpen aus. Foto: Steffen Körber/Feuerwehr Rastatt

Zum Artikel

Erstellt:
20. Juli 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 21sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.