Rauental wird nicht abgehängt

Rastatt (ema) – Jetzt also doch: Wenn das Regierungspräsidium Karlsruhe den Ausbau der A5-Anschlussstelle Rastatt-Nord anpackt, wird Rauental im Zuge des Neubaus der Autobahnbrücke nicht abgehängt.

Die Brücke über die Autobahn bei Rauental muss für den Ausbau des A5-Anschlusses Rastatt-Nord abgerissen werden. Foto: Archiv

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Die Brücke über die Autobahn bei Rauental muss für den Ausbau des A5-Anschlusses Rastatt-Nord abgerissen werden. Foto: Archiv

Die Planer haben mittlerweile den Bau einer Fuß- und Radwegbrücke ins Konzept aufgenommen, während die neue Verbindung über die A5 errichtet wird.
Als ein Vertreter des RP im September vergangenen Jahres die Planungen für das 78-Millionen-Euro-Projekt im Rastatter Gemeinderat vorstellte, wurde der Errichtung eines Brückenprovisoriums noch eine Absage erteilt. Doch der Aufschrei von Ortsvorsteher Thorsten Ackermann fand sowohl bei OB Hans Jürgen Pütsch als auch bei der Landespolitik Widerhall. Am Montag (17.30 Uhr, Badner Halle) wird das RP im Kommunalparlament erneut Bericht erstatten. Aus den Sitzungsunterlagen geht bereits hervor, dass das RP einlenkt.

Einfädelspur parallel zur A5

Im Zuge der Großbaumaßnahme wird eine Einfädelspur parallel zur Autobahn über den Brückenbereich hinaus errichtet. Deshalb muss die bestehende Querung über die A5, die Rauental mit dem Rastatter Gewerbegebiet verbindet, weichen.

Nach den ersten Vorstellungen der RP-Planer hätten die Rauentaler den Weg nach Rastatt und zurück über den Zubringer finden sollen. Das funktioniere zwar für Autofahrer; aber Radfahrer und Fußgänger könnten eben nicht auf die B462 als Alternative ausweichen, schlug Ackermann Alarm – gerade vor dem Hintergrund, dass es im Dorf keinen Supermarkt gibt und nicht motorisierte Rauentaler mit dem Fahrrad zum Einkaufen über die Autobahnbrücke ins Rastatter Gewerbegebiet fahren können.

Jetzt wird also die fußläufige Anbindung für die Zeit des Ersatzneubaus der Autobahnbrücke in die Planung aufgenommen – so wie es schon in den 80er-Jahren der Fall war. Damals musste schon mal die Brücke weichen, als die A5 auf sechs Spuren ausgebaut wurde.


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