Raumluftanlagen für 21 Rastatter Schulen und Kitas

Rastatt (dm) – Die Stadt Rastatt will im Rahmen eines Förderprogramms 21 Schulen und Kitas mit Raumlufttechnik ausstatten. Investitionsvolumen: 11,5 Millionen Euro. 80 Prozent übernimmt der Bund.

Statt nur geöffneter Fenster sollen künftig Raumluftanlagen für kontrollierte Frischluftzufuhr an Schulen und Kitas sorgen. Foto: Britta Pedersen/dpa

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Statt nur geöffneter Fenster sollen künftig Raumluftanlagen für kontrollierte Frischluftzufuhr an Schulen und Kitas sorgen. Foto: Britta Pedersen/dpa

Für rund 11,5 Millionen Euro will die Stadt Rastatt insgesamt 21 Schulen und Kitas im Stadtgebiet mit stationären raumlufttechnischen Anlagen ausstatten. Zu 80 Prozent kommt das Geld dafür vom Bund.
Innerhalb kurzer Zeit hatte das Team des städtischen Gebäudemanagements die entsprechenden Anträge auf den Weg gebracht – und für alle geplanten Maßnahmen die Förderzusage bekommen. Im Gemeinderat gab’s dafür großes Lob. Erst am 11. Juni waren die Förderbedingungen vom Bund herausgegeben worden.

Für Gebäudemanager Markus Jülg entscheidend: „Die Anlagen sind auch außerhalb von Corona sinnvoll und nachhaltig.“ Sie führen Schadstoffe ab, sorgen für eine kontrollierte Frischluftzufuhr (was letztlich auch Müdigkeit entgegenwirke und Konzentrationsfähigkeit fördere) und sparen im Vergleich zur Fensterlüftung letztlich auch Energie, wie aus der Auflistung der Vorteile hervorgeht.

294 Geräte sollen bestellt werden

Genehmigt werden die Anlagen indes nur für Einrichtungen mit Kindern bis zwölf Jahren – dazu zählen neben Kitas und Grundschulen auch die Klassenzimmer und Räume weiterführender Schulen, in denen Schüler bis zu diesem Alter unterrichtet werden.

Insgesamt sollen nun insgesamt 294 Geräte in allen städtischen Schulen sowie in neun Kindergärten und -tagesstätten eingebaut werden. Pro Standort werden maximal 625.000 Euro als förderfähig gesehen, wovon dann maximal 500.000 Euro an Fördergelder fließen. Nach aktueller Berechnung wird in Rastatt ein Gesamtförderanteil von knapp 8,3 Millionen Euro erwartet; die Stadt selbst müsste demnach 3,25 Millionen Euro selbst beisteuern.

Was aber, wenn die Preise davongaloppieren?, wollte FW-Stadtrat Herbert Köllner wissen. Dann wird die Fördersumme entsprechend niedriger, weil diese gedeckelt ist. Dann wäre wieder der Gemeinderat gefragt, so Jülg, der indes bekräftigte, dass man mit den vorliegenden Schätzungen ohnehin schon „nach oben“ gegangen sei.

Die konkreten Planungen samt Kostenberechnungen sollen dem Gemeinderat „schnellstmöglich“ nach der Sommerpause zur Entscheidung vorgelegt werden. Dafür hat das Gremium die Verwaltung nun einstimmig ermächtigt, Planungsbüros zu beauftragen (Gesamtsumme: zwei bis 2,5 Millionen Euro).

Die Zeit drängt, die Uhr tickt: Zwölf Monate nach Erlass der Zuwendungsbescheinigung des Bunds müssen die Maßnahmen umgesetzt sein.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

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Erstellt:
31. Juli 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
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