Realschule Gernsbach wird saniert

Gernsbach (uj) – Rund 6,1 Millionen Euro investiert die Stadt Gernsbach in die Realschule. Das Gebäude der Schule wird energetisch saniert und somit fit gemacht für die Zukunft.

Ein Hauch von Christo: Die Fenster sind abgedeckt, auf der Scherenbühne ist ein Arbeiter im Einsatz. Foto: Ulrich Jahn

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Ein Hauch von Christo: Die Fenster sind abgedeckt, auf der Scherenbühne ist ein Arbeiter im Einsatz. Foto: Ulrich Jahn

„Wir laufen jetzt aktuell bei einem Kostenrahmen von 6,1 Millionen Euro“, sagte Bürgermeister Julian Christ am Mittwoch bei einem Pressetermin an der Realschule. Dazu addieren müsse man ein stückweit die Millionen von Euro, die bereits in die Realschule eingeflossen sind. Christ sprach dabei den Bereich der offenen Ganztagsschule an (bei Abschluss der Arbeiten Ende 2017 rund 2,9 Millionen Euro). Zusammen addiert sei man damit bei rund neun Millionen Euro für die Realschule Gernsbach. „Das zeigt sehr deutlich, dass wir unsere Hausaufgaben im Bereich Bildung machen und den Sanierungsstau abarbeiten“, betonte der Bürgermeister. Allein beim Umsetzungszeitraum zeige es, dass es eine sehr umfassende Maßnahme ist – „weil die Bauzeit bis Ende 2023 anvisiert ist“.

Fenster und Sonnenschutz werden ausgetauscht

Elke Bräuer, städtische Architektin, stellte die Maßnahmen vor. „Hauptsächlich wird die Schule von außen energetisch saniert“, erklärte die Architektin. Fenster und Sonnenschutz werden ausgetauscht. Innen werden die ganzen Fachräume wie Biologie, Physik, Chemie, die Lehrküche saniert und auf den neuesten Stand gebracht. Im Moment gibt es einen Lichthof in dem Treppenhaus. Dieser wird geschlossen. Durch die Einziehung von Decken entstehen weitere Lernflächen für die Schüler. Im Dachgeschoss gibt es einen Dachvorsprung, der erweitert wird. „Damit kriegen wir größere Klassenräume und mehr Fläche“, unterstrich Bräuer. Dadurch seien auch Eingriffe am Dach notwendig. Die Sanierung startet in den Technikräumen. Dieser Abschnitt soll Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Parallel laufen Betonsägearbeiten an der Fassade.

Teile des alten Waschbetons haben ausgedient. Foto: Ulrich Jahn

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Teile des alten Waschbetons haben ausgedient. Foto: Ulrich Jahn

Die Toiletten sind bereits komplett saniert, die Mensa ist erweitert worden, zum Teil sind schon neue Böden drin. Jetzt werden „die Räume, die wir anfassen, auch neue Böden bekommen“.

Die Arbeiten werden nicht nur während der Schulferien, sondern auch in der Schulzeit ausgeführt. „Denn die Maßnahme ist einfach zu umfangreich“, sagte der Bürgermeister. Ende der Sommerferien kommt auch noch ein „Container-Provisorium“, betonte die Architektin. Dort werden vier Klassenräume eingerichtet – damit es während der Baumaßnahmen immer Ausweichflächen gibt. Insgesamt werden die Arbeiten in sieben Bauabschnitten abgearbeitet. Das geschieht traktweise. Dementsprechend müssen jene Klassen, die tangiert sind, in die Container, die im Schulhof aufgestellt werden. Das Rektorat wird Ende des Jahres in das benachbarte Gebäude des DRK-Ortsvereins Gernsbach ausgelagert, „damit die Ruhe haben, telefonieren können“.

Modernes und helles Gebäude

An der Fassade bleiben die Waschbetonplatten zum größten Teil erhalten. Auf diese wird ein Wärme-Dämm-Verbundsystem angebracht. Die Platten und die Verankerungen sind von einem Statiker geprüft und der Zustand als gut bezeichnet worden. Ursprünglich sei auch im Gespräch gewesen, die alten Platten komplett abzunehmen. „Von der Optik her wird das ein sehr modernes, helles Gebäude“, bemerkte Christ. Mit Putzfassade, wie die Mensa.

Als ganz großes Projekt hat Gernsbach aktuell die Realschule mit insgesamt neun Millionen Euro. Hinzu kommt der gesamte Kinderbereich, wo die Stadt investiert habe – fast sechs Millionen Euro in den vergangenen drei Jahren. Insgesamt sind das rund 15 Millionen Euro – und damit etwa die Hälfte eines Haushalts der Stadt Gernsbach. „Es ist schon beachtlich, was wir da investieren. Und es hört auch nicht auf“, prognostizierte der Bürgermeister. Positiv hob er hervor, dass aus dem kommunalen Sanierungsfonds und dem Ausgleichsstock des Regierungspräsidiums 2,465 Millionen Euro an Zuschüssen für das Projekt fließen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Ulrich Jahn

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Erstellt:
18. August 2021, 19:30 Uhr
Lesedauer:
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