Betrügerin soll 1,1 Millionen Euro ergaunert haben

Baden-Baden (marv) – Eine 34-jährige Baden-Badenerin soll laut Staatsanwaltschaft jahrelang falsche Rechnungen ausgestellt haben. Das Landgericht entscheidet nun, ob ein Verfahren eröffnet wird.

Das Landgericht Baden-Baden entscheidet nun, ob es gegen eine 34-Jährige ein Verfahren eröffnet. Symbolfoto: Sarah Reith/Archiv

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Das Landgericht Baden-Baden entscheidet nun, ob es gegen eine 34-Jährige ein Verfahren eröffnet. Symbolfoto: Sarah Reith/Archiv

Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden hat Anklage gegen eine 34-jährige Baden-Badenerin erhoben. Der Frau wird vorgeworfen, von August 2013 bis Januar 2020 „gemeinschaftlich und gewerbsmäßig“ Rechnungsbetrug „in einer Vielzahl von Fällen“ begangen zu haben.

Als „Rechnung“ betitelte Schreiben hätten bei den Geschädigten den Eindruck erweckt, sie hätten Verträge für Einträge in Online-Branchenbücher geschlossen und seien nun zur Begleichung der ausgewiesenen Beträge verpflichtet. Laut Anklage beläuft sich der Gesamtschaden auf über 1,1 Millionen Euro. Das teilte das Landgericht Baden-Baden auf BT-Nachfrage mit. Es entscheidet nun, ob sich der Tatverdacht bestätigt und die Kammer ein Verfahren eröffnet. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau nach BT-Informationen gewerbsmäßigen Betrug in 3.822 Fällen sowie versuchten gewerbsmäßigen Betrug in 86 Fällen vor. In der Baden-Badener Kriminalstatistik von 2019 hatte die Polizei in diesem Zusammenhang noch 1.655 Betrugsfälle, die von einem Ehepaar begangen worden sein sollen, angegeben.

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Erstellt:
26. August 2020, 17:00 Uhr
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