Regierungsfraktionen drücken aufs Tempo

Stuttgart (bjhw) – Mit einem sieben Punkte umfassenden Forderungskatalog wollen die Fraktionen von Grünen und CDU den klimafreundlichen Umbau der landeseigenen Gebäude vorantreiben.

In den landeseigenen Gebäuden soll laut dem Forderungskatalog möglichst schnell auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung umgestellt werden. Symbolfoto: Michael Hanschke/dpa

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In den landeseigenen Gebäuden soll laut dem Forderungskatalog möglichst schnell auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung umgestellt werden. Symbolfoto: Michael Hanschke/dpa

Solaranlagen auf allen Dächern, klimafreundliche Heizungen, neue Maßstäbe für Neubauten: Die Fraktionen von Grünen und CDU legen zur Verabschiedung der ersten Novelle des Klimaschutzgesetzes einen eigenen, sieben Punkte umfassenden Forderungskatalog zur Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen in der Landesverwaltung vor. Alle Maßnahmen sollen schneller in Gang kommen und schon in spätestens acht Jahren überall greifen.

Das ambitionierteste Klimaschutzgesetz bundesweit hatte die Landesregierung versprochen. Es schreibt eine weitgehende Solarpflicht für alle Neubauten vor und ab Mai 2022 auch für große Dachsanierungen. Ferner sollen zwei Prozent der Landesfläche für Windkraftanlagen zur Verfügung gestellt oder ein unabhängiger Klimasachverständigenrat eingesetzt werden. Und schon in acht Jahren muss die Landesverwaltung zur Gänze klimaneutral arbeiten.

Deshalb haben die Fraktionen von Grünen und CDU den Bestand der rund 8.000 Gebäude im Landesbesitz besonders in den Blick genommen. Dem komme „eine herausragende Bedeutung zu, da über 80 Prozent der Treibhausgas-Emissionen der Landesverwaltung durch den Wärme- und Stromverbrauch verursacht werden“, heißt es in dem Entschließungsantrag. Konkret wird unter anderem gefordert, „schnellstmöglich“ auf klimaneutrale Wärmeversorgung umzustellen und einen CO2-Schattenpreis von 180 Euro einzuführen, damit „bei der Entscheidung zwischen Sanierung oder Neubau von Gebäuden die mit dem Neubau verbundenen Emissionen – auch für die Herstellung der Baustoffe – in die Abwägung mit einbezogen werden.“

Ihr Autor

BT-Korrespondentin Brigitte J. Henkel-Waidhofer

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Erstellt:
5. Oktober 2021, 17:27 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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