Regionale Impftermine gibt es wohl erst ab Mitte Januar

Baden-Baden/Bühl (hol/fk/lsw) – Termine für Impfungen in den regionalen Impfzentren in Bühl und Baden-Baden können noch nicht vereinbart werden. Das bestätigten die Behörden dem BT.

Die Impfaktion ist zwar bundesweit angelaufen, aber noch nicht überall sind die Impfzentren in Betrieb. Foto: Felix Kästle/dpa

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Die Impfaktion ist zwar bundesweit angelaufen, aber noch nicht überall sind die Impfzentren in Betrieb. Foto: Felix Kästle/dpa

Termine für Impfungen in den beiden regionalen Impfzentren für Mittelbaden in Bühl und Baden-Baden können derzeit noch nicht vereinbart werden. Das haben gestern die beiden Pressestellen von Landkreis Rastatt und Stadt Baden-Baden gegenüber dem BT bestätigt. Derzeit ist demnach auch noch nicht klar, ab wann überhaupt unter der Service-Telefonnummer 116117 oder online Termine für Impfungen in der Bühler Schwarzwaldhalle oder im Kurhaus Baden-Baden vergeben werden können.

Impfaktionen in Kreisimpfzentren ab Mitte Januar

Fest steht nur, dass die Impfaktionen an beiden Stellen Mitte Januar starten sollen und dass dann zunächst ausschließlich Menschen über 80 sowie besonders gefährdete Gruppen – etwa Krankenhauspersonal und ambulante Pflegekräfte – geimpft werden. Im Landratsamt weist man deshalb auch vorsorglich darauf hin, dass es zunächst Termine nur für diese Gruppen geben wird. Von der Landesregierung heißt es derzeit zum Thema lediglich, dass das Anmeldesystem gerade erst angelaufen sei und sich „zunächst erstmal einspielen“ müsse. Termine würden dort derzeit nur für die größeren Impfzentren vergeben. In der Region gibt es davon zwei: in Offenburg und in Karlsruhe. Aber auch dort gibt es derzeit kaum noch freie Termine, denn momentan steht nur eine begrenzte Anzahl von Impfdosen zur Verfügung. „Es können nur so viele Termine vergeben werden, wie Impfdosen vorhanden sind“, heißt es im Online-Auftritt der Landesregierung dazu. Die Impfdosen würden erst nach und nach ausgeliefert. Die Lage werde sich zeitnah entspannen, wenn die Impfdosen regelmäßig in Baden-Württemberg einträfen und wenn auch die Kreisimpfzentren in Bühl und Baden-Baden, die im Januar den Betrieb aufnehmen, nach und nach ihre Termine ins System einpflegten. „Daher braucht es jetzt leider noch etwas Geduld“, heißt es.

Technische Pannen

Doch das ist nicht das Einzige, was landesweit für Unmut sorgt. So soll die Rufnummer zur telefonischen Anmeldung zum Teil über längere Zeit nicht erreichbar gewesen sein, die Anmeldung über das Online-Portal überfordert insbesondere viele Senioren. Dass es am Telefon zu langen Wartezeiten kommen könne, sei bekannt, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Dies liege aber nicht an der Hotline oder der Infrastruktur, sondern am hohen Anrufaufkommen. Allein am Montag seien mehr als 35 000 Anrufe eingegangen. Im Callcenter des Landes gebe es 500 Vollzeitstellen. Vor allem ältere Menschen nutzen demnach die telefonische Anmeldung. Das liegt nach Angaben des Sprechers daran, dass sie oftmals noch Bedarf an Beratung und weiteren Informationen haben.

www.impfterminservice.de

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Erstellt:
30. Dezember 2020, 17:35 Uhr
Lesedauer:
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