Rhinos verlieren Topspiel gegen Heilbronn

Hügelsheim (ndm) – Bevor die Eishockey-Regionalliga aufgrund der neuen Corona-Maßnahmen im November pausiert, mussten sich die Baden Rhinos am Samstag nach Penaltyschießen Heilbronn geschlagen geben.

Harte Gangart: Hügelsheims Iven Rösch (rechts) ist mittendrin im Getümmel. Foto: Frank Vetter

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Harte Gangart: Hügelsheims Iven Rösch (rechts) ist mittendrin im Getümmel. Foto: Frank Vetter

„Das war heute ein echter Clasico: Auf beiden Seiten viele Chancen, Emotionen und schöne Tore. Am Ende hatte Heilbronn mehr Glück – that’s hockey“, resümierte Hügelsheims Cedrick Duhamel nach dem 2:3 nach Penaltyschießen seiner Rhinos in der Regionalliga gegen die Heilbronner Eisbären. Die Heimniederlage war Duhamels erster Punktverlust als Eishockeytrainer.

Zuvor bekämpften sich beide Mannschaften auf Biegen und Brechen, manchmal mit unfairen Mitteln. Gästecoach Pavol Jancovic, unter dem Duhamel selbst noch als Spieler stürmte, hob dennoch das Niveau hervor: „Es war schnell, emotional, aber fair. Natürlich gab es Strafen, aber die sind aus dem Spiel heraus entstanden. Das ist Eishockey, und beide Mannschaften wollten heute Eishockey spielen. Das war heute definitiv Playoff-Niveau.“ Nach 60 Minuten hatten jeweils beide Mannschaften zwei Tore erzielt, was auch dem Spielverlauf vollauf gerecht wurde.

Die Rhinos kamen zu Beginn gewohnt stark aus der Kabine, Heilbronn hingegen brauchte etwas, um sich aus der Umklammerung zu lösen, traf aber mit dem ersten Torschuss zur Führung: Marco Haas war Nutznießer eines Abprallers, der hoch in die Luft flog und genau vor seinem Schläger auf das Eis fiel (5.). In der Folge wurde die Partie etwas nickeliger, auch weil das Schiedsrichtergespann noch keine klare Linie erkennen ließ. So ging es mit hochgekochten Emotionen und dem 0:1 aus ESC-Sicht in die Kabine. Nach dieser ersten Pause wurde die Begegnung zum absoluten Spitzenspiel.

Großchancen für beide Teams

Beide Mannschaften hatten zu Beginn vier Spieler auf dem Eis, als Martin Vachal den Platz nutzte und sich über die rechte Seite durchsetzte, mustergültig auf Raphael Diebold querlegte, der allerdings knapp verzog. Zwei Minuten später rettete Rhinos-Keeper Max Häberle in höchster Not, ehe im Gegenzug Vachal tief in der Ecke den Puck von Simon Klemmer übernahm, drei Heilbronner austanzte und knallhart ins kurze Eck den Ausgleich erzielte (24.).

In der 34. Minute war Häberle erneut machtlos, als zwei Nashörner auf der Strafbank saßen und die Gäste die doppelte Überzahl mit schnellem Direktpassspiel erneut in Person von Haas unter die Latte zur 2:1 Führung ausnutzten. Doch die Rhinos schlugen zurück: Verteidiger Denis Friedberger setzte unnachahmlich zu einem Sololauf an, vernaschte Gegenspieler und Torhüter Andrew Hare in einer fließenden Bewegung, um den Puck mit der Rückhand unter die Latte zu hämmern (37.). Ein verdientes Remis nach vierzig Minuten, das den rund 300 Zuschauern Lust auf mehr machte. Und so kam es: Rauf und runter ging es mit Großchancen. Als Sven Breiter in Keeper Häberle rauschte, flogen auch die Fäuste.

Nach 60 Minuten wurden beide Mannschaften mit einem Punkt belohnt. Den Zusatzzähler sicherte Marco Schütz seinen Eisbären, der als Einziger den letzten Penaltyschuss verwandeln konnte.

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Erstellt:
1. November 2020, 18:00 Uhr
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