„Richtig Bock“ auf Profifußball

Willstätt (moe) – Sascha Reiß hat in Sachen Fußball schon viel erlebt. Sein neuer Posten ist aber „absolutes Neuland“, sagt der 37-Jährige. Der gebürtige Kuppenheimer ist neuer sportlicher Leiter beim Frauenfußball-Bundesligisten SC Sand.

Ab sofort in Blau-Weiß: Sascha Reiß. Foto: Marx

© ulma

Ab sofort in Blau-Weiß: Sascha Reiß. Foto: Marx

Das Handy von Sascha Reiß steht derzeit so gut wie nie still. „Jeden Tag bekomme ich Anrufe von Spielerberatern“, berichtet der 37-Jährige. Der gebürtige Kuppenheimer hat in Sachen Fußball zwar schon einiges erlebt, sein neuer Posten ist für ihn aber „absolutes Neuland“. Vor rund zwei Wochen hat der ehemalige Trainer des VfB Bühl und des SV Linx die vakante Position des sportlichen Leiters beim Frauenfußball-Bundesligisten SC Sand übernommen, ein Job, auf den er „richtig Bock“ hat.

Das liegt vor allem daran, dass sich Reiß nun sportlich im Profibereich bewegt. Das ist für den Mittelbadener nicht gänzlich neu, schließlich spielte er nach seinen Anfängen beim SV08 viele Jahre in der Jugend und der zweiten Mannschaft des SC Freiburg. Nun aber heißen die Gegner FC Bayern, Wolfsburg oder Hoffenheim.

„Jede Menge Arbeit“ für Reiß

Von Strukturen wie bei den Branchengrößen der Frauenbundesliga kann Reiß beim Dorfclub aus Willstätt nur träumen, das macht die Aufgabe aber nicht minder reizvoll. Der neue Mann zeichnet für alle sportlichen Belange verantwortlich – Kader, Verträge, Verhandlungen. „Jede Menge Arbeit“, wie Reiß, der obendrein als Bindeglied zwischen Trainer, Team und Restverein fungiert, schon nach wenigen Tagen festgestellt hat. Neben der durch die Corona-Krise erschwerten Saisonplanung will Reiß demnächst einen neuen Co-Trainer präsentieren, auch was verschiedene Posten abseits des Platzes anbelangt, gibt es in Kürze vielversprechende Neuigkeiten zu verkünden.

Jungmann macht Nägel mit Köpfen

Spiele des SC Sand hat Reiß, der zuletzt als Sportkoordinator beim SV Linx aktiv war, schon lange verfolgt. Einige Spielerinnen lernte er durch sein ehrenamtliches Engagement bei einer Fußball-AG für Kehler Grundschüler kennen. Doch so richtig konkret wurde der Kontakt zum SCS erst in den vergangenen Monaten: Manager Gerald Jungmann machte letztlich Nägel mit Köpfen und verpflichtete Reiß, der schon lange in Offenburg wohnt und arbeitet. Seine neue Aufgabe findet der 37-Jährige „total spannend“.

Zum Artikel

Erstellt:
7. April 2020, 06:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.