Rotwild-Riss in Mitteltal

Murgtal (stj) – Ist der Grauwolf-Rüde „GW852m“ derzeit auf Beutezug in Baiersbronn? Diese Frage wird nach einem Rotwild-Riss in Mitteltal untersucht.

In die Fotofalle getappt: Das Bild aus dem Murgtäler Höhengebiet vom 22. Juni 2018 zeigt den Grauwolf-Rüden „GW852m“. Foto Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg

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In die Fotofalle getappt: Das Bild aus dem Murgtäler Höhengebiet vom 22. Juni 2018 zeigt den Grauwolf-Rüden „GW852m“. Foto Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg

Ein Stück Rotwild ist am 9. März von einem hundeartigen Tier verfolgt, in den Bach getrieben und dort gerissen worden. Das haben Beobachter am späten Abend des 9. März am Ortsende von Baiersbronn-Mitteltal beobachtet. Aufgrund der Umstände und Spuren erscheint es möglich, dass es sich dabei um einen Wolf handelte, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts Freudenstadt. Das Vorkommnis sei am Morgen danach vom Wildtierbeauftragten Peter Daiker unter Mithilfe von Mitarbeitern des Nationalparks dokumentiert und der für das Wolfsmonitoring zuständigen Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg gemeldet worden. Proben wurden entnommen, die jetzt beim Forschungsinstitut Senckenberg untersucht werden.

Wolf in Siedlungsnähe laut Experten „nicht bedenklich“

Eine endgültige Bewertung des Geschehens könne erst nach Auswertung der Proben stattfinden. Dass der Wolf damit in Siedlungsnähe gerückt sein könnte, sieht Daiker in diesem Fall als nicht bedenklich an. Falls es sich um einen Wolf gehandelt hat, habe er sich völlig normal verhalten, als er Wild verfolgte, erläutert Daiker im Gespräch mit dem Schwarzwälder Bote.

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Erstellt:
19. März 2021, 13:25 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 32sec

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