„Rückenwind“ für den Wörthgarten

Gernsbach (BT) – Der mit der Investorengruppe Krause (Bayreuth) im Jahr 2019 geschlossene städtebauliche Vertrag zur Entwicklung des Wörthgartens ist erweitert worden.

Das ehemalige Pfleiderer-Areal eingangs der Papiermacherstadt soll nun mit einem Kostenrahmen von 7,2 Millionen Euro fit gemacht werden für die künftige Bebauung. Foto: Stephan Juch

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Das ehemalige Pfleiderer-Areal eingangs der Papiermacherstadt soll nun mit einem Kostenrahmen von 7,2 Millionen Euro fit gemacht werden für die künftige Bebauung. Foto: Stephan Juch

Wie die Stadt Gernsbach informiert, wurde „neben wesentlichen Modifizierungen im Bereich des Hochwasserschutzes der Kostenrahmen der Firma Krause bei der Altlastenentsorgung, den Aushubmaßnahmen und den Maßnahmen zur Baureifmachung von ursprünglich 4,5 Millionen Euro auf nunmehr 7,2 Millionen Euro ausgeweitet“. Auch werde in dem aktualisierten städtebaulichen Vertrag in hohem Maße dem Klimaschutz Rechnung getragen, heißt es in der Mitteilung weiter: „Nahezu alle Gebäude sollen Fotovoltaik-Anlagen und eine Dachbegrünung erhalten, auch Ladestellen für E-Fahrzeuge sind vorgesehen.“

Geschäftsführer Harry Krause betont: „Bei der Entwicklung des Wörthgartens spielt der Klimaschutz eine große Rolle, denn wir möchten auch für die zukünftigen Generationen und späteren Nutzer die hervorragende Lebensqualität der Stadt Gernsbach gewährleisten.“

Jetzt 7,2 Millionen Euro für Altlastenentsorgung

Die zwischenzeitlich abgeschlossene öffentlich-rechtliche Vereinbarung zum Hochwasserschutz zwischen der Stadt Gernsbach und dem Regierungspräsidium Karlsruhe legt die Realisierung der priorisierten Hochwasserschutzmaßnahmen fest. Als wirksamste Maßnahme wird die Aufweitung der Murg auf der Höhe des Wörthgartens an der bestehenden Engstelle umgesetzt. Begleitend erfolgen Mauererhöhungen beim Katz’schen Garten und am östlichen Ufer des Wehrkanals. Die Krause-Gruppe werde sich laut Mitteilung zudem mit einer einmaligen Zahlung von 250.000 Euro an den Hochwasserschutzmaßnahmen am Murgufer des Wörthgartens einbringen.

„Ein überzeugender Hochwasserschutz an dieser neuralgischen Stelle liegt im Interesse der Stadt“, unterstreicht Bürgermeister Julian Christ. Gleichwohl profitiere davon die vorgesehene Bebauung des Wörthgartens. „Daher war es mir wichtig, auch die Krause-Gruppe angemessen an diesen Kosten zu beteiligen“, erklärt Christ: „Mit der jetzigen Anpassung des Städtebaulichen Vertrages haben wir Rückenwind für das Projekt und können die Vorarbeiten für die Durchführung der zweiten Offenlage und den erfolgreichen Abschluss des Bebauungsplanverfahrens weiter vorantreiben.“ Aktuell besteht auf dem ehemaligen Pfleiderer-Areal noch ein Baustopp wegen Vorgaben des Artenschutzes.


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