Rückert: Nationalpark in einem Gebäude erlebbar

Baden-Baden/Freudenstadt (vn) – Als „neuen Leuchtturm für das ganze Land“ bezeichnet Klaus Michael Rückert, Landrat des Kreises Freudenstadt, das Besucherzentrum des Nationalparks Schwarzwald.

Klaus Michael Rückert. Foto: Landratsamt Freudenstadt

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Klaus Michael Rückert. Foto: Landratsamt Freudenstadt

„Der Nationalpark wird nun auch zusammengefasst in einem Gebäude spür- und erlebbar“, so der CDU-Politiker gegenüber dem BT. Die feierliche Schlüsselübergabe durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am kommenden Freitag ist für den Landrat ein besonderer Tag. Seit Gründung des Großschutzgebiets im Januar 2014 ist Rückert (53) Vorsitzender des Nationalpark-Rats, der das höchste Entscheidungsgremium darstellt und paritätisch mit Vertretern des Landes und der Region besetzt ist.

So war er an der Standortentscheidung für den Ruhestein im Mai 2014 genauso beteiligt wie an der architektonischen Weichenstellung im Februar 2015, als nach einem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb der jetzt verwirklichte Entwurf des Büros Sturm & Wartzeck aus Osthessen von einer hochkarätig besetzten Fachjury ausgewählt wurde. Heute freut sich Rückert: „Im neuen Nationalparkbesucherzentrum können sowohl unsere Gäste wie auch wir Einheimischen hautnah erleben, mit welch herrlicher Natur wir in unserer Region gesegnet sind.“

972.500 Euro Förderung von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Natürlich lässt sich das am besten bei einer Wanderung im Nationalpark erleben. Aber wenn das Wetter mal nicht mitspielt oder die Füße müde sind, gibt es mit der neuen Dauerausstellung künftig eine Alternative für die ganze Familie. Dass dieses multimediale Angebot auf 1.000 Quadratmetern Fläche etwas Besonderes ist, zeigt sich unter anderem auch daran, dass die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Sitz in Osnabrück die Ausstellung mit 972.500 Euro fördert.

„Beim Nationalpark Schwarzwald handelt es sich um einen Premiumstandort, der das Thema Wildnis in herausragender Weise erlebbar macht“, erklärt der Generalsekretär der DBU, Alexander Bonde. „Die thematisch dazu passende Dauerausstellung bringt diese Errungenschaften und verschiedenen Facetten erstklassig zur Geltung. Deshalb fördert sie die DBU fachlich und finanziell.“

Bonde kennt sich bestens aus

Überzeugt habe die Idee, „neue Perspektiven und interaktive Exponate zu entwickeln, mit denen die Besucher zwischen natürlichen und vom Menschen beeinflussten Entwicklungen in der Natur unterscheiden und sie bewerten können“, so Bonde. „Mit der Ausstellung wollen wir dazu beitragen, viele Menschen für dieses Schutzgebiet zu begeistern und ein Bewusstsein für den Schutz von Arten- und Lebensraumvielfalt zu wecken.“

Bonde (45) kennt sich bestens aus, gehörte der Grünen-Politiker doch von Mai 2011 bis Mai 2016 als Minister für Ländlichen Raum dem Kabinett Kretschmann an. Dass die Gründung des Nationalparks gelang, ist nicht zuletzt Bondes Verdienst.

Die DBU-Förderung ist allerdings keine Entscheidung Bondes gewesen. Sie fiel Mitte 2016. Bonde wurde erst am 1. Februar 2018 DBU-Generalsekretär.

Alexander Bonde. Foto: Dt. Bundesstiftung Umwelt

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Alexander Bonde. Foto: Dt. Bundesstiftung Umwelt

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Erstellt:
14. Oktober 2020, 07:30 Uhr
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