Rückkehr in Kitas klappt in Baden-Baden gut

Baden-Baden (nof) – Die Arbeit im Kreisimpfzentrum im Kurhaus funktioniere sehr gut, hieß es bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Was aber noch fehle, sei genügend Impfstoff.

Seit Januar ist das Impfzentrum Baden-Baden in Betrieb. Die Arbeit funktioniert laut Stadtverwaltung gut. Foto: Bernhard Margull

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Seit Januar ist das Impfzentrum Baden-Baden in Betrieb. Die Arbeit funktioniert laut Stadtverwaltung gut. Foto: Bernhard Margull

„Die Wiederaufnahme des Kita- und Grundschulbetriebs haben wir gut auf die Reihe bekommen“, bilanzierte Oberbürgermeisterin Margret Mergen in der Sitzung des Gemeinderats in der Sitzung am Montagabend. Doch sie machte auch deutlich, dass die Landesvorgaben nicht alles regelten: „Die hohe Kunst der Kreativität war vielfach gefragt.“

Im Vergleich zu anderen Städten sei die Umsetzung in Baden-Baden als „sehr positiv zu bewerten, was die Rahmenbedingungen angeht“, fasste auch Bürgermeister Roland Kaiser den Premierentag zusammen: „Wir konnten in der Fläche Corona-Schnelltests für das Personal an Schulen und Kindertageseinrichtungen anbieten.“ 10.000 Testkits seien vorrätig. Kaiser lobte die Zusammenarbeit mit vier kurstädtischen Apotheken, die für die Testungen der Lehrkräfte zur Verfügung stünden, und den Zulieferer des Landes.

Arbeit im KIZ funktioniert gut

Im Kita-Bereich sprach er seinen Dank den DRK-Helfern aus, die am Samstag Vertreter der verschiedenen Kindertageseinrichtungen im Abstrichnehmen geschult hätten. „Das wurde innerhalb weniger Stunden organisiert.“ Die Schutzausrüstung werde vom Land zur Verfügung gestellt. Im Kita-Bereich habe die Anwesenheitsquote am Montag bei 75 Prozent gelegen – „eine Verdoppelung gegenüber der Notbetreuung“, so Kaiser. „Wir haben alles getan, was wir an Möglichkeiten haben, um die Sicherheit zu gewährleisten.“ Kaiser rechnete „in den nächsten Tagen“ auch mit weiteren Neuigkeiten zum Thema Impfen: Bekanntlich dürfen sich Lehrkräfte und das Personal von Kindertageseinrichtungen seit Montag auch priorisiert gegen Corona impfen lassen.

Die Arbeit im Kreisimpfzentrum (KIZ) im Kurhaus funktioniere sehr gut, berichtete derweil Oberbürgermeisterin Margret Mergen aus eigener Anschauung. Sie hatte dort am vergangenen Wochenende für eine Schicht Dienst als ehrenamtliche Helferin geschoben und zeigte sich von den Abläufen begeistert. „Die Menschen, die dort einen langersehnten Piks erhalten, sind sehr dankbar.“ Aber: „Das Einzige, was derzeit noch fehlt, ist genügend Impfstoff. Da sind wir nicht glücklich, wie es läuft“, räumte die OB unumwunden ein. Doch könne man das leider nicht beeinflussen. Auch bei der Impfterminvergabe gebe es offensichtlich noch große Probleme. Immer wieder gebe es darüber Beschwerden von Bürgern im Rathaus. Doch die Stadt habe auch darauf keinen Einfluss: „Das läuft ausschließlich über die zentrale Vergabestelle des Landes“, betonte Bürgermeister Kaiser auf die Nachfrage von FDP-Stadtrat Dr. René Lohs, warum die älteren Bürger nicht einfach angeschrieben und ihnen die Impftermine mitgeteilt würden. „Es gibt sehr viele Fragen und unbefriedigende Antworten“, sagte die OB: „Sollte man alphabetisch vorgehen, oder den 91-Jährigen vor dem 83-Jährigen impfen? Es steht und fällt alles mit der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffs.“ Man sei noch „ein ganzes Stück weit weg davon zu sagen, es funktioniert gut“, bilanzierte Bürgermeister Kaiser.

Ab Mittwoch auch Impfung mit Astrazeneca

Dass es in Offenburg möglicherweise leichter sei, einen Impftermin zu bekommen, könne damit zusammenhängen, dass es sich dort um ein Zentrales Impfzentrum (ZIZ) handele, das mehr Impfstoff zur Verfügung gestellt bekomme, so OB Mergen.

Das Baden-Badener KIZ müsse seine Kapazitäten nach der Verfügbarkeit des Serums ausrichten. Deshalb gebe es nur eingeschränkte Öffnungszeiten. Theoretisch wären bis zu 750 Impfungen täglich möglich, „wenn genug Impfstoff da wäre“. Ab Mittwoch wird dort laut Mergen damit begonnen, den Wirkstoff von Astrazeneca zu verimpfen.

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Erstellt:
23. Februar 2021, 17:22 Uhr
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