Rückkehr zur Sonntagsreinigung

Rastatt (ema) – Nach einem Jahr Pause und unter dem Eindruck zunehmender Vermüllung wird die Stadt Rastatt wieder eine Wochenend- und Feiertagsreinigung in der Innenstadt in die Wege leiten.

Die Reinigung an Sonn- und Feiertagen wird die Stadtverwaltung künftig in Eigenregie übernehmen. Foto: Archiv

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Die Reinigung an Sonn- und Feiertagen wird die Stadtverwaltung künftig in Eigenregie übernehmen. Foto: Archiv

Die Kehrtwende hatte sich zuletzt angedeutet, nachdem im Gemeinderat und bei Bürgern Klagen über Verschmutzungen im Zentrum laut geworden waren. Die Entwicklung kommt nicht von ungefähr: Der Gemeinderat hatte für das Jahr 2021 sich dem Vorschlag der Verwaltung angeschlossen, die an eine Privatfirma vergebene Wochenend- und Feiertagsreinigung aufzugeben. Seit Juli 2018 bis Anfang Januar dieses Jahres kooperierte man mit einem Dienstleister. Dann plädierte die Verwaltung dafür, die Ausgaben von 200.000 Euro pro Jahr einzusparen. Konsequenz: Mit dem Verzicht auf die Sonntagsreinigung nahm die Vermüllung wieder stark zu.

In einer ersten Reaktion organisierten die Technischen Betriebe in den vergangenen Sommerferien eine Schmalspur-Sonntagsreinigung, um zumindest die gröbsten Verschmutzungen zu beseitigen. Darauf will man nun ab dem kommenden Jahr aufbauen.

Eine Daueraufgabe

Im Rathaus sieht man die Sonn- und Feiertagsreinigung als Daueraufgabe an, die jetzt mit einhelliger Zustimmung des Gemeinderats durch städtische Mitarbeiter ausgeführt wird.

Gegenüber der Fremdvergabe fällt der Leistungsumfang mit eigenen Kräften aber dünner aus. Geplant sind Einsätze nur an Sonn- und Feiertagen von 7 bis 12 Uhr – jeweils mit zwei Mitarbeitern, einem Fahrzeug und einem Stadtmüllsauger. Wesentliche Aufgaben in den Straßen der Innenstadt sowie den wichtigen Parks und Grünanlagen: Papierkörbe leeren, Beseitigung des Grobmülls sowie feinerer Verschmutzungen mit dem Stadtmüllsauger.

Um diese zusätzliche manuelle Stadtreinigung umsetzen zu können, wird die Verwaltung eine zusätzliche, auf zwei Jahre befristete Stelle bei den Technischen Betrieben schaffen. Die Zusatzkosten für die Dienstleistung belasten das Stadtsäckel mit rund 56.000 Euro pro Jahr.

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Erstellt:
15. Dezember 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
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