Ruf Betten wird Teil einer größeren Einheit

Rastatt (tas) – Erst im Januar hatte die Beteiligungsgesellschaft Nord Holding ihre Anteile am Rastatter Bettenhersteller Ruf an Waterland Private Equity verkauft. Nun gibt es neue Pläne.

Die Voraussetzungen für guten Schlaf zu schaffen, das ist seit fast 100 Jahren das Anliegen von Ruf Betten in Rastatt. Symbolfoto: Christon Klose/dpa

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Die Voraussetzungen für guten Schlaf zu schaffen, das ist seit fast 100 Jahren das Anliegen von Ruf Betten in Rastatt. Symbolfoto: Christon Klose/dpa

Der neue Eigentümer schmiedet mit einer weiteren Übernahme eine noch größere Brancheneinheit zusammen.

Wie Waterland am Freitag mitteilte, gibt die belgische Beteiligungsgesellschaft Dovesco ihre Anteile am Bettenhersteller LS Bedding an Waterland ab. Auch aktuelle und frühere LS-Bedding-Manager seien über ihre Anteile am Deal beteiligt. Die Transaktion werde voraussichtlich noch im zweiten Quartal abgeschlossen sein und eine Rückbeteiligung des Managements nach sich ziehen.

Ruf stellt in Rastatt Schlafsofas, Boxspring- und Polsterbetten für den stationären Möbelhandel her und übernahm 2020 den Online-Direktvertriebsspezialisten Bruno in Berlin. Im Jahr 2020 erwirtschaftete die Gruppe mit seinen beiden Marken laut dem damaligen Eigner Nord Holding mit etwa 200 Beschäftigten einen Umsatz in Höhe von etwa 60 Millionen Euro. Die belgische LS Bedding hat drei Marken, die sich mit Betten und Matratzen beschäftigen, und ist hauptsächlich in den Beneluxländern aktiv.

„Wir freuen uns sehr auf den Zusammenschluss (...) und darauf, die Gruppe zusammen weiterzuentwickeln. Alle fünf Marken der Gruppe können voneinander lernen, und wir sind gespannt auf die kommenden Jahre“, wurde das Ruf-Management in der Mitteilung zitiert.

In seiner fast 100-jährigen Geschichte ist Ruf Betten bereits durch mehrere Hände gegangen. Das 1926 von Albin Ruf in Rastatt gegründete Unternehmen beschäftigte sich anfangs mit der Herstellung von Patentrosten und Schonerdecken. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg das Unternehmen in die Herstellung von Bettwaren und Matratzen ein. 1998 schließlich wurde Ruf Teil des Einrichtungskonzerns Hüls zu den so bekannte Marken wie Hülsta, Rolf Benz und Parador (Parkett) gehör(t)en. 2016 stieg die Hüls-Gruppe wieder aus und verkaufte Ruf an die Nord-Holding in Hannover, die das Rastatter Unternehmen schließlich zum Jahreswechsel an die internationale Beteiligungsgesellschaft Waterland weiterreichte.

Laut eigenen Aussagen hat Waterland bis heute in mehr als 850 Unternehmen investiert. In Deutschland ist Waterland mit Büros in München und Hamburg vertreten und verwaltet derzeit Investoren-Engagements in Höhe von über neun Milliarden Euro.

Ihr Autor

BT-Redakteur Tobias Symanski

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Erstellt:
15. Mai 2022, 08:00 Uhr
Lesedauer:
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