Ruhige Silversternacht in Mittelbaden

Offenburg (red) – Insgesamt ziehen die Polizeipräsidien Offenburg und Karlsruhe eine positive Silvesterbilanz. Allerdings war in Karlsruhe häufiges Abbrennen von Feuerwerkskörpern festzustellen.

Rund 140 Einsätze haben die Polizeibeamten im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg in der Silvesternacht. Symbolfoto: Stephanie Hölzle/Archiv

Rund 140 Einsätze haben die Polizeibeamten im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg in der Silvesternacht. Symbolfoto: Stephanie Hölzle/Archiv

Beim Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidium Offenburg gingen in der Nacht zum 1. Januar rund 270 Anrufe ein, die zu etwa 140 Einsätzen führten. Zahlreiche Bürger gaben Hinweise zu privaten Feiern und Zusammenkünften im öffentlichen Raum, welche nicht den geltenden Bestimmungen der Corona-Verordnung entsprachen. Unmittelbar vor dem Jahreswechsel nahm die Anzahl der Meldungen hinsichtlich des nicht gestatteten Abbrennens von Pyrotechnik nochmals stark zu. Nachweisliche Verstöße gegen die Bestimmungen „wurden von den Beamten der Polizeireviere konsequent geahndet und zur Anzeige gebracht“, so die Meldung des Präsidiums.

In insgesamt fünf Fällen wurden Kräfte der Feuerwehren und der Polizei zu Kleinbränden gerufen, die jedoch keine größeren Schäden verursachten, da es sich überwiegend um Abfallbehälter handelte, die durch Silvesterfeuerwerk in Brand gerieten.

Mehrere Führerscheine einbehalten

Entgegen den Vorjahren bescherte das eingeschränkte Feuerwerk wohl den Haustieren einen etwas ruhigeren Jahreswechsel: Lediglich zwei entlaufene Hunde wurden dem Lagezentrum gemeldet.

Gleich mehreren Kraftfahrzeugführern dürfte der Beginn des neuen Jahres in wenig guter Erinnerung bleiben. Mit Werten zwischen 0,7 und nahezu 1,8 Promille wurden bei diesen Fahrzeuglenkern Blutproben entnommen und die Führerscheine einbehalten. Auch bei einem Unfall in Gernsbach dürfte die alkoholische Beeinflussung der Fahrzeugführerin wohl mit ursächlich gewesen sein.

Insgesamt verzeichnete das Polizeipräsidium Offenburg zum Jahreswechsel 25 Verkehrsunfälle: Lediglich bei einem Unfall in Weisenbach wurde eine Radfahrerin leicht verletzt.

Für das Präsidium Karlsruhe war insbesondere die Phase vor Mitternacht merklich ruhiger als in den Vorjahren. Gegen 23.35 Uhr gelang die Festnahme eines 25-Jährigen, der am Polizeidienstgebäude der Hebelstraße nahe des Karlsruher Marktplatzes Graffiti aufsprühte. Beamte des Polizeireviers Marktplatz hatten die verdächtige Person während der Tatausübung wahrgenommen. Bei der Fahndung konnten sie den jungen Mann in Nähe des Tatortes vorläufig festnehmen.

Nach Agenturangaben hatte der Mann ein Sternsymbol über die Eingangstür des Dienstgebäudes gesprüht und war dabei von der Videoüberwachung aufgenommen worden. Was die Sterne bedeuten sollen, war zunächst unklar.

Möglicherweise gehen noch zwei ähnliche Sprühaktionen in der Werder-sowie in der Markgrafenstraße auf das Konto des Verdächtigen.

Brennende Mülltonne beschädigt Hausfassade

Während sich im Landbereich die Bevölkerung weitgehend an die Ausgangsbeschränkungen der Corona-Verordnung hielt, wurden im Stadtbereich von Karlsruhe immer wieder Personen festgestellt, die solche Regeln missachteten. Es gingen zahlreiche Anrufe von Bürgern über Notruf ein, wonach im öffentlichen Raum Feuerwerk abgebrannt und mit Schreckschusswaffen herumgeschossen worden sei. Allerdings verzeichnete die Polizei bereits eine halbe Stunde nach Mitternacht ein deutliches Abflauen der Aktivitäten. Größere Menschenansammlungen waren im Zuge der verstärkten Überwachungsmaßnahmen im öffentlichen Raum nicht festzustellen.

Vermutlich durch Feuerwerkskörper beziehungsweise unsachgemäßer Entsorgung solcher kam es vereinzelt zu kleineren Brandherden, die jedoch rasch und ohne größeren Schaden verursacht zu haben gelöscht werden konnten. Einzig beim Brand einer Mülltonne in der Albert-Einsteinstraße von Waghäusel wurde gegen 0.20 Uhr eine Hausfassade in Mitleidenschaft gezogen. Die örtliche Feuerwehr war im Einsatz. Es entstand ein Schaden von geschätzten 10.000 Euro. Zur Ursache liegen noch keine genauen Erkenntnisse vor.

Neben 35 gemeldeten Ruhestörungen verlief die Nacht bei insgesamt rund 110 verhängten Platzverweisen ohne größere Ereignisse, so die Bilanz des Polizeipräsidiums Karlsruhe.

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Erstellt:
1. Januar 2021, 09:21 Uhr
Aktualisiert:
1. Januar 2021, 10:33 Uhr
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ca. 2min 35sec

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