Rutschgefahr auf der Fieserbrücke

Baden-Baden (sga) – Die Fieserbrücke ist noch nicht lange eröffnet – und sorgt schon wieder für Gesprächsstoff. Jetzt rückt der Bodenbelag in den Fokus: Ist er zu rutschig?

Sollte sich langfristig zeigen, dass der Boden zu rutschig ist, soll er aufgeraut werden. Foto: Klaus Schultes

Sollte sich langfristig zeigen, dass der Boden zu rutschig ist, soll er aufgeraut werden. Foto: Klaus Schultes

Ob Diskussionen oder Bauarbeiten, das Thema Fieserbrücke hat im vergangenen Jahr viel Zeit und Nerven gekostet. Doch auch, wenn der Übergang zu den Kurhaus-Kolonnaden seit ein paar Monaten für Fußgänger wieder geöffnet ist, nimmt das Konfliktpotenzial kein Ende. Diesmal im Fokus: der Bodenbelag.

„Sind sie schon einmal bei Nässe über die Fieserbrücke gegangen?“, fragt Ulrich Freitag diese Redaktion in einem Schreiben. Er selbst sei neulich auf dem Bauwerk ausgerutscht: „Zum Glück hat mich meine Begleitung noch halten und vor einem Sturz bewahren können.“ Außerdem: „Auch blenden die hellen Platten bei Sonneneinstrahlung sehr stark.“ Er frage sich, „warum die für das Brückenprojekt Verantwortlichen diesen Belag gewählt haben, der meines Erachtens eher auf die Terrasse eines Wohnhauses als auf einen öffentlichen Platz passt“. Und er betont: „Bei den jetzt anstehenden Arbeiten für die Verlegung weiterer Platten bis zu den Kurhaus-Kolonnaden sollte man sich über die Rutschgefahr des derzeitigen Belages bewusst sein.“

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass der glattere Eindruck verschwindet, sobald die provisorische Höhenanpassung der Vergangenheit angehört. Foto: Sarah Gallenberger

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass der glattere Eindruck verschwindet, sobald die provisorische Höhenanpassung der Vergangenheit angehört. Foto: Sarah Gallenberger

Seltener Fall oder schon Alltag? Beim Spaziergang zu den Kurhaus-Kolonnaden fällt auf: Wenn es regnet, ist der Bodenbelag spiegelglatt und der Weg über die steinernen Platten gar nicht so ungefährlich. Stadtpressesprecher Roland Seiter kann das auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigen: „Teilweise kann es etwas rutschig sein, das stimmt.“

Von Vorfällen oder gar Unfällen könne er allerdings nichts berichten. Bisher habe sich kein Verletzter gemeldet. Eine Erklärung hat er trotzdem: „Durch die aktuelle provisorische Höhenanpassung erscheint die Fieserbrücke zunehmend glatter als der restliche Bereich.“ Sobald der komplette Platz fertiggestellt sei, werde dieser Eindruck jedoch verschwinden. Und falls nicht? „Gegebenenfalls ist im Bereich der Brückenkonstruktion eine Nachbearbeitung möglich, sofern sich dieser im Winter nicht mit entsprechender Rauigkeit einstellt.“ Will heißen: Ist der Boden zu glatt, wird er aufgeraut.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Gallenberger

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Erstellt:
14. März 2022, 13:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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