SBFV-Pokal: Härtetest für SV 08

Kuppenheim (rap) – Erste Runde im SBFV-Verbandspokal: Während der SV 08 Kuppenheim beim Kehler FV vor einem richtigen Gradmesser steht, möchte der SV Bühlertal am Freitagabend in Ulm siegen.

Jonathan Steinmann (rechts) und der SV Bühlertal wollen in die zweite Runde. Foto: Frank Seiter

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Jonathan Steinmann (rechts) und der SV Bühlertal wollen in die zweite Runde. Foto: Frank Seiter

Es sind die alljährlich wiederkehrenden Fragen für alle Fußballtrainer – mitten in der Saisonvorbereitung: Wo steht meine Mannschaft? Wurden die Abgänge gut ersetzt? Bringen die Neuzugänge einen Mehrwert? Antworten auf diese Fragen bringen traditionell die ersten Runden im südbadischen Pokalwettbewerb. Der SV 08 Kuppenheim wird am Samstag gegen 17.30 Uhr ein Stück weit schlauer sein, gastiert der Verbandsligist in der ersten Runde doch beim Ligakonkurrenten Kehler FV. Ein früher Härtetest wartet somit auf Coach Matthias Frieböse und seine Wörtelelf.

„Es ist ein Testspiel mit Wettkampfcharakter, den wir natürlich gewinnen und eine Runde weiterkommen wollen“, sagt Frieböse, der den KFV – auch aufgrund des Heimvorteils – als Favoriten sieht. Mit dem 5:2 in der Qualifikationsrunde in Lichtenau war der 08-Coach aber nur teilweise zufrieden: „Die erste Halbzeit war richtig gut, die zweite Hälfte hätte ich mir aber anders gewünscht.“ Nach 30 Minuten führte der SV 08 gegen den Bezirksligisten bereits mit 3:0, ließ danach aber die Zügel merklich schleifen. Das sollten die Wörtelkicker beim KFV tunlichst vermeiden, sonst droht das Aus beim Ligakonkurrenten. „Es ist sicherlich ein kleiner Gradmesser für die Runde“, freut sich Frieböse, der bis auf Frederick Weißer personell die Qual der Wahl hat, auf das Duell.

Hurle: „Gefährliches Spiel für uns“

Auf dem Papier hat das zweite mittelbadische Schwergewicht, der SV Bühlertal, mit dem Landesliga-Aufsteiger SV Ulm sicherlich eine leichtere Aufgabe zu bewältigen als der SV 08 – aber durchaus eine knifflige, wie Trainer Johannes Hurle findet: „Es ist ein gefährliches Spiel für uns. Der SVU lebt vom Vereinsleben, am Münzwald herrscht immer eine besondere Atmosphäre. Da müssen wir hellwach, mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und voll konzentriert zu Werke gehen“, sagt Hurle und legt den obligatorischen Wettbewerbs-Gassenhauer nach: „Der Pokal hat schließlich seine eigenen Gesetze.“ Trotz des Ausfalls von Stoßstürmer Isuf Avdimetaj und einigen weiteren Fragezeichen im Kader „können wir die Favoritenrolle natürlich nicht abwehren, was wir auch gar nicht wollen“, so der SVB-Trainer. Ein Ziel von Hurle für das Pokal-Derby: Besser im Spiel mit dem Ball zu sein. Da sah der Realschulleiter in der Qualifikationsrunde am vergangenen Samstag beim Derby in Sinzheim (3:1) noch Steigerungsbedarf, „wenngleich ich nie das Gefühl hatte, dass wir die Kontrolle über die Begegnung verlieren könnten“, blickt Hurle zurück. Mit einem soliden Auftritt sollte der SVB in die zweite Runde einziehen.

Dies dürfte auch das Ziel des Landesligisten VfB Bühl sein, der am Samstag beim A-Ligisten FC Ankara Gengenbach zu Gast ist. Die Zwetschgenstädter, die ihren Kader komplett beisammen halten konnten, befinden sich bereits in bemerkenswerter Frühform, fuhren Testspielsiege gegen die Verbandsligisten aus Offenburg (4:1), Kuppenheim (4:2) und Durbachtal (2:1) ein. Da dürfte der Gengenbacher Kreisligist wahrlich nicht zum Pokal-Stolperstein werden. Doch Hassenstein warnt: „Die haben ein paar erfahrene Jungs in ihren Reihen, die einen ordentlichen Fußball spielen, gerade in der Offensive. Außerdem soll der Platz sehr klein und holprig sein“, hat sich der erfahrene Coach über den Gegner und die Begebenheiten vor Ort informiert. Dennoch ist die Zielsetzung klar: „Wir wollen die zweite Runde erreichen, keine Frage.“ Während der VfB bei den Testspielen gegen die Verbandsligisten von freien Räumen profitierte und im Umschaltspiel zu überzeugen wusste, geht Hassenstein beim Gengenbacher Gastspiel davon aus, „dass wir mehr den Ball haben werden. Darauf haben wir uns im Training aber bereits vorbereitet“.

Fragezeichen hinter Linx-Spiel in Durbachtal

Einen glänzenden Start legte Rot-Weiß Elchesheim mit Neu-Trainer Dirk Rohde hin. Gegen den Ligakonkurrenten FV Ottersweier setzte sich die runderneuerte Truppe mit 5:1 durch. „Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet und hinten ganz wenig zugelassen“, zeigte sich der RWE-Trainer zufrieden. Nun wartet mit dem SC Offenburg der nächste Landesligist. Was für ein Team auf den Spielertrainer und seine Jungs zukommt, kann Rohde, der bislang meist nur in Nordbaden gespielt hat, nicht genau sagen: „Ich habe sie noch nie spielen sehen, deshalb muss ich erst noch schauen, was wir da für Infos bekommen.“

Nicht nur Informationen, sondern auch einen Sahnetag braucht der Bezirksligist FC Lichtental, wenn er am Samstag das Landesliga-Topteam SV Oberwolfach empfängt. Im bislang einzigen Testspiel gewann der FCL gegen den Kreisligisten SV Fautenbach 5:2. Dennoch wäre ein Heimsieg im Haimbachtal eine faustdicke Überraschung.

Während der 1. SV Mörsch am Sonntag beim SC Hofstetten antreten muss, stand am Donnerstag noch ein Fragezeichen hinter dem Spiel des Oberligisten SV Linx am Samstag beim Verbandsligisten SC Durbachtal. Der Grund: Vier französische Spieler im SVL-Kader hatten Kontakt mit einem Corona-Infizierten, doch die Tests für das Quartett finden erst am Freitag statt, mit einem Ergebnis ist frühestens am Samstag oder Montag zu rechnen. Die Akteure sind in einer 14-tägigen Quarantäne und fehlen am Samstag im SVL-Kader – falls denn gespielt wird.

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Erstellt:
7. August 2020, 11:00 Uhr
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