SC Eisental braucht finanzielle Hilfe

Bühl (cn) – Ein Großprojekt beschäftigt derzeit den SC Eisental. Doch ohne Zuschüsse klappt der angestrebte Neubau eines Kunstrasenplatzes anstelle des alten Hartplatzes nicht.

Der neue Kunstrasenplatz (roter Rahmen) soll neben dem Rasenspielfeld entstehen. Foto: SC Eisental

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Der neue Kunstrasenplatz (roter Rahmen) soll neben dem Rasenspielfeld entstehen. Foto: SC Eisental

Beim Sportclub Eisental (SCE) laufen derzeit die Anstrengungen auf Hochtouren, um den Bau eines Kunstrasenplatzes zu finanzieren. Bei der Mitgliederversammlung am Freitag stellte die Vorstandschaft die Pläne zur Realisierung des geplanten Spielfeldes vor. Einziger Knackpunkt: die Ungewissheit, ob der dringend benötigte Zuschuss der Stadt Bühl überhaupt gewährt wird.
Daher riet Jörg Woytal, der als Vorsitzender des Bühler Sportausschusses der Versammlung beiwohnte, den Verantwortlichen, möglichst bald das persönliche Gespräch mit den Gemeinderatsmitgliedern in ihren Fraktionen zu suchen. „Besuchen sie die Fraktionssitzungen, um die Gemeinderäte zu überzeugen“, appellierte Woytal.

Nicolas Meier von der eigens gegründete Arbeitsgruppe zum Zukunftsprojekt Kunstrasenplatz nannte Gesamtkosten von rund 465.000 Euro. Vom SCE können etwa 70.000 Euro als Eigenleistungen und weitere 40.000 Euro als Eigenkapital, nebst Umsatzsteuererstattung von etwa 37.000 Euro beigesteuert werden. Ein Zuschuss von zirka 84.000 Euro wird vom Badischen Sportbund erwartet. Sofern die Stadt Mittel zuschießt, würden dem SCE trotz eines Bankdarlehens momentan noch mehr als 100.000 Euro fehlen, um das Projekt zu realisieren. Daher stellte Meier verschiedene Aktionen vor, beispielsweise „Rasenbausteine“ oder Pakete für mögliche Sponsoren.

410 Mitglieder, mehr als 70 Jugendliche aktiv

Bei einer Abstimmung sprachen sich die Mitglieder für die Realisierung des Kunstrasenplatzes aus. Ebenso sicherte sich die Vorstandschaft das Votum der Mitglieder, Schulden für das Projekt von maximal 100.000 Euro aufzunehmen. Zuvor unterstrich der Vorsitzende Herbert Bauer: „Die Zeit der Hartplätze ist vorbei.“ Es wäre gerade auch mit Blick auf den starken Jugendkader wichtig, dass der Verein über ein „bespielbares Gelände“ verfügen könne, wo man nicht immer stürze und sich Schürfwunden zuziehe. Ohnehin müsste der in die Jahre gekommene Hartplatz mit einer neuen Deckschicht erneuert werden, führte Bauer aus.

Der Kunstrasenplatz soll in südwestliche Richtung vom jetzigen Rasenplatz angelegt werden. In Richtung Schützenhaus soll eine Betonschutzwand errichtet werden. Die Schützen hätten bereits Einverständnis signalisiert. Ebenso ist geplant, durch den Neubau des Kunstrasenplatzes das Spielfeld zu verlängern, um laut Bauer ein Spielrecht für Turniere zu bekommen. „Jeder Meter mehr tut der Mannschaft gut“, sagte der Vorsitzende.

Sofern es dem SCE gelingt, genügend Unterstützer zu gewinnen, die das Projekt finanziell fördern, könnte der Spielbetrieb Nicolas Meier zufolge schon ab der nächsten Saison 2022/23 auf dem neuen Fußballfeld beginnen. Die endgültige Entscheidung zum Bau des Kunstrasenplatzes soll im Mai 2022 fallen.

Vorsitzender Herbert Bauer (Mitte) ehrt Richard Peter (links) und Michael Baumann. Foto: Christina Nickweiler

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Vorsitzender Herbert Bauer (Mitte) ehrt Richard Peter (links) und Michael Baumann. Foto: Christina Nickweiler

Beim Sportbericht war zu erfahren, dass die zweite Mannschaft in der aktuellen Spielrunde mit einem vierten Platz zwar recht gut da stehe. Allerdings habe bei der laufenden Spielrunde schon fünf Mal der Krankenwagen herbeieilen müssen, um verletzte Spieler in die Klinik zu befördern. 410 Mitglieder zählt der SCE laut Schriftführer Jörg Huber, rund fünf Prozent davon sind Frauen. Mehr als 70 Kinder und Jugendliche sind im Verein aktiv. Dass der Verein tatsächlich über ein solides Finanzpolster verfügt, darüber berichtete Ewald Meier als stellvertretender Kassierer.

Bei den Wahlen fungierte Ortsvorsteher Jürgen Lauten als Wahlleiter. Zuvor übermittelte er Grüße von Oberbürgermeister Hubert Schnurr. Er dankte für die Arbeit des Vereins. „Die Kameradschaft zeichnet den SCE aus“, lobte er die Anwesenden.

Bei den Wahlen ging Herbert Bauer gestärkt als Vorsitzender hervor, ebenso Jörg Huber als Schriftführer. Zudem wurden gewählt: Ewald Meier (zweiter Kassierer), Marco Huck (Spielausschuss), Florian Lieblang, Jürgen Oser, Benedikt Hauns, Florian Senn alle Beisitzer. Jennifer Schiege übernimmt künftig die Arbeit des Pressewarts. Dirk Becher wurde als Jugendleiter und Marco Klenk als sein Stellvertreter bestätigt. Seit 40 Jahren gehören dem SCE an: Richard Peter, Michael Baumann, Herrmann Knapp und Heinz Köninger. Seit 25 Jahren ist Uwe Oser Mitglied.

Ihr Autor

Christina Nickweiler

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Erstellt:
15. November 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 50sec

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