SPD Murgtal enttäuscht über Aus für HLA

Murgtal (BT) – Den Beschluss des Kreistags bezüglich der Schließung der Handelslehranstalt (HLA) Gernsbach bezeichnet die „SPD Murgtal-Connection“ als enttäuschend.

Die SPD Murgtal spricht im Zusammenhang mit dem Aus für die HLA von einem undemokratischen Prozess. Foto: Lukas Gangl

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Die SPD Murgtal spricht im Zusammenhang mit dem Aus für die HLA von einem undemokratischen Prozess. Foto: Lukas Gangl

Auch wenn es nicht gelungen ist, den Beschluss des Kreistags zur Schließung der Handelslehranstalt (HLA) in Gernsbach noch zu kippen, zeigt sich die „SPD Murgtal-Connection“ erfreut über die Resonanz in der Bevölkerung auf ihre Aktivitäten zum Erhalt der Bildungseinrichtung.

„Wir haben viel Solidarität und Zuspruch erhalten, auch wenn wir letztlich keine Chance hatten. Die Entscheidung durch das Regierungspräsidium war längst gefallen“, stellte Kreisrat Horst Fritz im dritten Online-Meeting der Murgtäler SPD-Ortsvereine fest. Für die Sozialdemokraten ist es enttäuschend, „wie das Ende der HLA schon vor Jahren in einem undemokratischen Prozess besiegelt wurde“. „Wenn der Landkreis den Rotstift ansetzt, ist immer zuerst das Murgtal dran. So war es bei den Krankenhäusern, so ist es jetzt bei den Gewerbeschulen“, wird die Forbacher Gemeinderätin Heike Schillinger in einem Pressetext der Sozialdemokraten zitiert. Dass das Ergebnis im Kreistag zudem so deutlich ausgefallen ist, stimmt die Sozialdemokraten nachdenklich.

Pläne für Zukunft geschmiedet

Beim dritten Meeting der „SPD-Murgtal-Connection“ wurden deshalb Pläne für die Zukunft geschmiedet. Als Konsequenz aus den HLA-Erfahrungen wurde vereinbart, künftig frühzeitig die Interessen des Murgtals zu formulieren. Dies betreffe Themen wie Verkehr, Schulen oder aktuell die Suche nach einem Standort für das neue Klinikum. „Wir möchten uns mit eigenen Ideen einbringen, um nicht abgehängt zu werden“, so der Wunsch der Netzwerker.

Dafür sei allerdings die Solidarität der Murgtälerinnen und Murgtäler über die Parteigrenzen hinweg notwendig, wie die jüngste Entscheidung im Kreistag verdeutlichte.

Es gibt vieles, auf das die „SPD Murgtal-Connection“ zukünftig ein besonderes Auge haben und sich als starke gemeinsame Stimme des mittleren Murgtals Gehör verschaffen will. „Wir sind hier ländlicher Raum – egal was irgendwelche Wortakrobaten behaupten – und brauchen politische Unterstützung, um unsere Chancen gegenüber den Ballungsräumen zu bewahren und unsere Zukunft zu sichern“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Kritisch-konstruktiv will das Netzwerk beobachten, wie die grün-schwarze Landesregierung ihr Versprechen für eine „Gesamtstrategie zur Entwicklung der Ländlichen Räume in einem partizipativen Prozess“ auf Seite 108 des Koalitionsvertrags einlöst: „Wir werden ein Mitspracherecht bei allen Fragen einfordern, die für die Zukunft unserer Region von Bedeutung sind“, enden die Sozialdemokraten ihre Pressemitteilung.

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Erstellt:
28. Mai 2021, 17:09 Uhr
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