SV Bühlertal erwartet Tabellennachbarn FC Radolfzell

Von Christian Rapp

Bühlertal (rap) – Nachdem die Partie des SV Bühlertal bei den SF Elzach-Yach ausgefallen war und Trainer Hurle seinen Jungs eine Verschnaufpause gönnte, startete das Training nun wieder intensiv.

SV Bühlertal erwartet Tabellennachbarn FC Radolfzell

Will auch am Samstag die Angriffsversuche der Radolfzeller früh unterbinden: Bühlertals Niclas Metzinger (rechts). Foto: Seiter

So eine kleine Verschnaufpause schadet nicht. Einfach mal zwei, drei Tage die Füße hochlegen und die kuschelige Couch samt BT-Artikeln dem Fußballplatz vorziehen – gerade bei dem Schmuddelwetter zuletzt. Einfach mal abschalten, die Akkus wieder aufladen, um dann wieder voll anzugreifen. Dieses Wohlfühlprogramm verordnete Johannes Hurle kurzerhand am vergangenen Wochenende seinen Jungs. Nachdem die Verbandsligapartie des SV Bühlertal bei den SF Elzach-Yach aufgrund zweier Corona-Verdachtsfälle beim Gegner vorsorglich abgesetzt wurde, gab der SVB-Trainer drei Tage fußballfrei. „Wir haben uns alle mal zwei, drei Tage ohne Fußball gegönnt“, erklärt der 30-Jährige.

Am Dienstag dann – beim ersten Training – war der Mittelberg aber wieder voller Leben. „Die Intensität war sofort wieder da. Der Fokus und der Wille, weiter erfolgreich zu sein, waren bei den Jungs sofort wieder zu sehen“, sagt Hurle. Kein Wunder, soll doch die Serie von vier ungeschlagenen Spielen und zehn Punkten weiter ausgebaut werden – auch gegen so eine etablierte Verbandsligamannschaft wie den FC Radolfzell, der am Samstag seine Visitenkarte auf dem Mittelberg abgibt. „Der FCR ist eine starke Mannschaft, mit guten, jungen Spielern in seinen Reihen, dazu Ausnahmekönner wie Alexander Stricker und Robin Niedhardt“, erklärt der SVB-Coach, der die Truppe vom Bodensee vor zwei Wochen im Kuppenheimer Wörtel beobachtete. Was er dort zu sehen bekam von Stricker, Niedhart und Co., dürfte bei ihm keineswegs für schlaflose Nächte gesorgt haben, verlor die Kobus-Elf doch mit 1:2.

Demut soll zum Sieg verhelfen

„Die Spielweise von Radolfzell kann uns liegen. Grundvoraussetzung ist aber, dass wir wieder unsere Einstellung zum Arbeiterfußball auf den Platz bringen. Der Rest kommt dann von alleine. Natürlich wollen wir auch versuchen, wieder eigene Spielanteile zu generieren. Das hat in den vergangenen Begegnungen richtig gut geklappt“, meint Hurle, der vor allem die defensive Kompaktheit des Tabellensiebten, der noch zwei Partien in der Hinterhand hat, hervorhebt. In den vergangenen beiden Begegnungen zeigte sich der SVB mit neun Treffern dann auch in Torlaune. „Wir haben total Lust drauf, das Spiel anzugehen“, sagt der Realschullehrer, der auch „mit einem Punkt zufrieden“ wäre. „Wenn alles passt, kann es auch wieder ein Heimsieg werden. Dennoch sollten wir demütig bleiben, das wissen die Jungs.“

Dabei sind die Vorzeichen gut, dass die Serie am Leben gehalten werden kann. Personell kann Hurle nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Talent Nicolas Weis verletzte sich beim Spiel der SVB-Reserve am vergangenen Wochenende und wird nicht zur Verfügung stehen. „Ansonsten habe ich 16 gesunde Spieler, die Jungs geben im Training Gas, um sich für die Startelf anzubieten“, sagt Hurle. „Wir wollen das Momentum mitnehmen und bis zur Winterpause so viele Punkte holen, wie es nur geht.“

Ausgeruht für die Punktehatz ist die Mittelberg-Meute ja jetzt nach der kleinen Verschnaufpause.