SV Bühlertal feiert wichtigen Sieg

Bühlertal (rap) – Der SV Bühlertal kann aufatmen: Durch den 2:0-Arbeitssieg gegen Kellerkind DJK Donaueschingen steht die Hurle-Elf nach der Hinrunde über den Abstiegsplätzen. Avdimetaj traf doppelt.

Aktivposten auf der Außenbahn: Bühlertals Niclas Scharer (Mitte) im Duell gegen Heiko Reich (links) und Bendikt Ganter. Foto: Frank Seiter

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Aktivposten auf der Außenbahn: Bühlertals Niclas Scharer (Mitte) im Duell gegen Heiko Reich (links) und Bendikt Ganter. Foto: Frank Seiter

Womöglich schaute Isuf Avdimetaj auf der Ersatzbank ganz genau hin, als sein Sprössling den Ball, nachdem er ins Aus getrudelt war, blitzsauber zu Johannes Hurle zurückpasste. Der Bühlertäler Coach zeigte sich durchaus verblüfft ob der Passqualität, bedankte sich artig und schmunzelte. Keine 45 Minuten später wurde aus dem Schmunzeln dann ein breites Grinsen im Gesicht des SVB-Trainers.

Der Grund: Groß-Avdimetaj, seines Zeichens Angreifer, hauchte seiner Truppe nach seiner Einwechslung neues Leben ein. Der Sturmtank zog die Bälle magisch an und behauptete sie, verteilte sie dann gekonnt – und belohnte sich schließlich selbst mit einem Doppelpack: Erst traf der 32-Jährige per staubtrockenem Schuss ins lange Eck zur Führung (70.), dann köpfte er eine Westermann-Ecke am kurzen Pfosten wuchtig zum 2:0-Endstand im Kellerduell gegen die DJK Donaueschingen ein. Ein Hauch Lewandowski wehte durch die kalte, klare Bühlertäler Luft auf dem Mittelberg.

Gäste dominieren den Beginn

„Isuf hat ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagte Hurle, der nicht nur mit der Einwechslung Avdimetajs ein goldenes Händchen bewies, sondern auch mit der Hereinnahme von Maxi Weiß, der dem bis dato doch recht statischen SVB-Spiel mehr Esprit und Tiefe verlieh. „Es geht nur über die komplette Breite“, erklärte der SVB-Coach, der nach der „Willensleistung“ im Spaß-Modus war: „Klein-Avdimetaj hatte heute eine Passquote von 100 Prozent.“

Davon war der SVB zu Spielbeginn zunächst weit davon entfernt. Die Gäste dominierten die ersten zehn, 15 Minuten, waren griffiger und entschlossener in den direkten Duellen, gedankenschneller bei den zweiten Bällen und auch lauffreudiger. Die Mittelberg-Meute kam dagegen überhaupt nicht ins Pressing, wirkte nach dem 1:5 in Radolfzell verunsichert – und hatte Glück, dass ein Reich-Kopfball (5.) knapp am Pfosten vorbeistrich und Andreas Albickers Gewaltschuss aus der Distanz knapp über die Latte flog (8.). Erst als Hurle das System änderte und auf zwei Stürmer umstellte, war allmählich Besserung in Sicht. Nun funktionierte das Pressing deutlich besser, die DJK drosch durch das konsequente Anlaufen die Bälle ideenlos gen SVB-Abwehr, sodass die Hurle-Elf durch den umtriebigen Marcel Heller und einen agilen Niclas Scharer immer mehr Spielkontrolle bekam – wenngleich die großen Chancen (noch) ausblieben: Zwei Westermann-Schüsse landeten neben dem Tor (28., 29.), Scharers Schuss aus spitzem Winkel entschärfte DJK-Keeper Pascal Weisgerber (34.) und Philip Keller spielte einen 3:2-Überzahlkonter dermaßen lausig aus, dass es nicht mal zu einem Abschluss kam.

Offensivere Umstellung fruchtet

Zu diesem kam es dann drei Minuten nach dem Seitenwechsel durch Nico Westermann, der nach einem kapitalen Fehler von Aaron Mößner frei vor Weisgerber auftauchte, sich aber für die denkbar schlechteste Variante entschied: einen Heber direkt in die Hände des Gästetorwarts. Auf der Gegenseite musste SVB-Torhüter Niklas Cholewa bei einem Schneider-Kopfball sein ganzes Können aufbieten, um das runde Leder noch über die Latte zu lenken. Bei den Gästen, die erneut den besseren Start erwischten und durch Standards stets gefährlich blieben, ließen von Minute zu Minute die Kräfte nach, der SVB spielte nun – Hurle stellte auf drei Stürmer um – befreiter auf. Erst warf sich DJK-Verteidiger Ahmet Colak kurz vor der Linie in einen Westermann-Schuss (61.), bevor Jonas Schneider nach der anschließenden Ecke den Ball über das Tor schaufelte (62.).

Der Druck nahm zu, bis der Edeljoker schließlich eiskalt zustach: Nach Metzinger-Flanke landete ein Schuss von Scharer bei Avdimetaj, der nicht lange fackelte und per Flachschuss überlegt zur Führung einnetzte. Die Moral der Gäste war gebrochen, die Füße wurden immer schwerer. So hätte bereits Maxi Keller beinahe für das 2:0 gesorgt, doch Weisergerber parierte den Flachschuss (81.). Machtlos war der DJK-Keeper dann beim wuchtigen Kopfball von Avdimetaj (82.), der nach dem Schlusspfiff eine ganz besondere Belohnung erhielt: einen dicken Schmatzer von Klein-Avdimetaj.

Ihr Autor

BT-Redakteur Christian Rapp

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Erstellt:
21. November 2021, 20:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 56sec

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