SV Bühlertal peilt ersten Auswärtssieg an

Bühlertal (rap) – Auf dem heimischen Mittelberg ist der SV Bühlertal eine Macht, in der Fremde jedoch wartet die Hurle-Elf noch auf den ersten Sieg. Am Samstag in Pfullendorf soll sich das ändern.

Zeigte beim 4:0-Sieg gegen Durbachtal eine starke Leistung: Joel Schnurr. Foto: Frank Seiter

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Zeigte beim 4:0-Sieg gegen Durbachtal eine starke Leistung: Joel Schnurr. Foto: Frank Seiter

Der Bühlertäler Mittelberg bleibt in dieser Saison weiter ein Zauberberg. Während in Thomas Manns gleichnamigen Bildungsroman die Patienten in der mystischen Atmosphäre des Sanatoriums allmählich dem Wahnsinn verfallen, verzweifeln die Gegner derzeit reihenweise an den Hurle- Schützlingen. Und zwar bei dem Versuch, den Mittelberg zu stürmen und den Rot-Weißen die erste Heimniederlage beizubringen. Das letzte „Opfer“ war am vergangenen Freitagabend der SC Durbachtal, der von Routinier Nico Westermann und Co. mit 0:4 von der Bühlertäler Erhebung weggeputzt wurde. Bereits zur Halbzeit (3:0) war die Partie entschieden. Saisonübergreifend ist der SVB nun seit Ende August 2020 auf dem Mittelberg ungeschlagen. „Das hat aber nichts mit Zauberei zu tun, sondern mit harter Arbeit. Wir haben uns da echt eine Festung aufgebaut“, sagt Bühlertal-Coach Johannes Hurle. Die ersten 45 Minuten gegen Durbachtal seien „die besten der Saison“ gewesen. „Wir haben dem SCD den Schneid abgekauft, waren total griffig und effizient im Umschaltspiel“, so der 31-Jährige.

Schnurr spielt sich in den Vordergrund

Neben dem Doppelpacker Westermann und dem emsigen Philip Keller glänzte vor allem Joel Schnurr, Zögling von Co-Trainer Jürgen Schnurr. Der Youngster glänzte nicht nur durch seinen Zauberpass durch die SCD-Defensive vor dem 3:0, sondern auch als Taktgeber im Mittelfeld neben Kapitän Marcel Heller.

Durch den nächsten Heimsieg hat die Mittelberg-Meute einen Sprung auf Tabellenplatz sieben (15 Punkte) gemacht und sich ein Polster von vier Zählern auf den ersten Abstiegsplatz (Durbachtal/11) erarbeitet.

Doch am Samstag folgt auf ein Heim- nun wieder ein Auswärtsspiel – und das bedeutet in dieser Runde bislang mehr Frust als Lust für den SVB. Zwei Remis und drei Niederlagen lautet bislang die (ausbaufähige) Bilanz. In der Fremde verströmen die Männer vom Mittelberg bislang eher nur ein laues Lüftchen. Dies soll sich am Samstagmittag beim Rangsechsten SC Pfullendorf (19 Punkte) ändern. „Die Vorfreude ist riesengroß, der SCP gehört zum Favoritenkreis dazu, zählt zu den Top Fünf der Liga. Der Fokus liegt bei den Jungs jetzt schon auf den 90 Minuten in dem geilen Stadion“, sagt Hurle. Der SCP – ebenfalls zuhause noch ungeschlagen – sei eine beeindruckende Mannschaft, sehr professionell aufgestellt, so der SVB-Coach, der Trainerkollege Adnan Sijaric ein Extra-Lob verteilt: „Adnan kennt die Mannschaft und den Verein in- und auswendig, er leistet tolle Arbeit dort.“

Hurle: „Wir sind gut drauf“

Doch trotz der warmen Worte will Hurle mit etwas Zählbarem die lange Heimreise antreten: „Mit einem Punkt wäre ich zufrieden, drei wären natürlich überragend. Die Jungs sind gewillt, den Bock endlich umzustoßen und auch in der Fremde drei Punkte zu holen.“ Der Sieg gegen Durbachtal gebe weiteres Selbstvertrauen. „Wenn wir an diese Leistung rankommen, sehe ich uns auf Augenhöhe mit Pfullendorf. Wir sind gut drauf, der Kader wird im Training wieder breiter, die Konkurrenz größer“, blickt Hurle, der auf den gleichen Kader wie gegen Durbachtal zurückgreifen kann, optimistisch auf die Partie.

Gute Voraussetzungen also, um die Gegner nun auch in der Fremde zu verzaubern und in den Wahnsinn zu treiben.

Ihr Autor

BT-Redakteur Christian Rapp

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Erstellt:
22. Oktober 2021, 20:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 34sec

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