SV Bühlertal will Serie ausbauen

Bühlertal (rap) – Der SV Bühlertal rockt gerade die Fußball-Verbandsliga. Nach dem imposanten 5:1-Sieg gegen Kehl liegt die Hurle-Elf auf Rang zwei. Am Sonntag soll in Elzach-Yach Zählbares her.

Momentan in blendender Verfassung: Bühlertals Stoßstürmer Isuf Avdimetaj. Foto: Frank Seiter

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Momentan in blendender Verfassung: Bühlertals Stoßstürmer Isuf Avdimetaj. Foto: Frank Seiter

Maya Gabeira hat Anfang September einen neuen Weltrekord aufgestellt, die brasilianische Surferin bezwang eine 22,40 Meter hohe Welle. Der Bühlertäler Mittelberg ist zwar weit von irgendwelchen Meeren entfernt, dennoch reiten die SVB-Fußballer seit Wochen auf einer beachtlichen Welle – der Erfolgswelle. Diese spülte die Hurle-Elf nach dem imposanten 5:1-Erfolg gegen das Spitzenteam Kehler FV in ungeahnte Höhen – und zwar bis auf den zweiten Tabellenplatz, durchaus vergleichbar mit Gabeiras Monsterrekord.

„Ich bin sehr, sehr zufrieden“, sagt Johannes Hurle, „gegen den KFV hatten wir aber auch das nötige Spielglück. Wir spielen derzeit einen ansehnlichen Fußball, der Sieg war verdient.“ Nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Teningen startete die Mittelberg-Meute eine Serie, blieb in den folgenden vier Partien ungeschlagen und sammelte starke zehn Zähler ein. Der Lohn ist Tabellenplatz zwei. „Das ist natürlich eine schöne Momentaufnahme, die Jungs dürfen sich darüber freuen, wir lassen uns von dem Tabellenplatz aber nicht blenden oder verändern irgendwelche Saisonziele. Die Jungs finden von Woche zu Woche einen Zugang zum Spiel, drücken immer wieder den Resetknopf, nehmen jeden Gegner zu 100 Prozent ernst. Die Einstellung ist gerade extrem gut. Auch die Einwechselspieler beleben unser Spiel, sobald sie drin sind“, zeigt sich der SVB-Trainer von seiner Truppe begeistert.

In der Offensive die Qual der Wahl

Zudem platzte in den vergangenen beiden Spielen auch in der Offensive der Knoten. Erst vier Tore in Donaueschingen, nun fünf Volltreffer gegen einen – normalerweise – defensivstarken Gegner wie Kehl. Die Abteilung Attacke liefert, die auf mehrere Schultern verteilt ist. „Wir haben einige Profilstürmer in unseren Reihen, können auf jeden Gegner reagieren. Gegen Kehl saß Nico Westermann auf der Bank. Das sagt schon alles“, hat Hurle die Qual der Wahl bei der Startformation. Zuletzt gelang etwa Jonas Knobelspies ein Doppelpack, davor wusste Sturmkante Isuf Avdimetaj bei der DJK Donaueschingen zu überzeugen. Routinier Nico Westermann wirbelt vorne unermüdlich und Jonathan Steinmann kurbelt das SVB-Spiel mit seinen Ideen an. Lediglich Neuzugang Gregor Dörflinger wartet noch auf seinen Premierentreffer. „Das ist nur noch eine Frage der Zeit“, ist sich Hurle sicher, „Gregor zerreißt sich fürs Team, ackert unermüdlich, bereitet Tore vor. Ich bin sehr zufrieden mit ihm. Der Rest wird auch noch kommen.“

Möglicherweise endet der Torbann des Neuzugangs bereits am Sonntag, wenn sich der SVB auf Reisen macht und die imposante Serie beim Aufsteiger SF Elzach-Yach, der im eigenen Stadion aber seit fast einem Jahr ungeschlagen ist, ausbauen möchte. „Irgendwie sind die Sportfreunde für mich ein unbeschriebenes Blatt, sie sind aber sehr heimstark, haben beide Partien zuhause gewonnen. Ich habe großen Respekt für den kommenden Gegner“, erklärt der SVB-Coach, der aber auch klarstellt: „Wir können auswärts immer drei Punkte holen, wenn wir unsere Leistung abrufen. Wenn wir aber nur ein paar Prozent nachlassen, bekommen wir gegen jeden Gegner Probleme.“

Ein Auge sollte der SVB jedenfalls auf Laurentius Becherer haben, der bislang vier der zehn SF-Tore für den Tabellenzehnten (sieben Punkte) in dieser Saison erzielt hat. Am Sonntag jedenfalls gibt es eine Premiere, noch nie standen sich die beiden Mannschaften in einem Pflichtspiel gegenüber. „Die Stimmung dort soll auch immer gut sein, wurde mir gesagt. Es wird ein offenes, interessantes Spiel, in das wir mit viel Selbstvertrauen gehen“, sagt Johannes Hurle. Schließlich soll die Erfolgswelle noch lange geritten werden.

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3. Oktober 2020, 06:30 Uhr
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